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Bever-Talsperre
Lärm der Biker nervt die Hückeswagener

Hückeswagen: Lärm der Biker an der Bever-Talsperre nervt die Anwohner
FOTO: N.H. (Archiv)
Hückeswagen. Die Anwohner sind genervt, und die Stadt soll sich Gedanken machen: Der von Motorradfahrern ausgehende Lärm rund um die Bever beschäftigt die Hückeswagener Politiker. Von Brigitte Neuschäfer

Wer in Reinsbach, Mickenhagen oder anderen Außenortschaften rund um die Bever-Talsperre wohnt, kennt das: An schönen Tagen im Sommerhalbjahr ist es so laut auf den Straßen vor der Haustür, dass niemand mehr die Freizeit im eigenen Garten genießen mag und kann. Hauptsächlicher Grund für die störende Lärmkulisse sind Motorradfahrer, die nicht nur aus der näheren Region, sondern auch aus den Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr zur Bever und dem Biker-Treff dort fahren. Inzwischen mehren sich die Beschwerden von Anwohnern, und die SPD hat die politische Initiative ergriffen.

Im Stadtrat ging es nun am Dienstagabend um ihren Antrag zum Thema. Darin fordert die SPD die Stadtverwaltung auf, zusammen mit dem Oberbergischen Kreis, den zuständigen Behörden wie dem Straßenverkehrsamt und der Polizei "geeignete Maßnahmen zur deutlichen Lärmminderung an den Zufahrtsstraßen zum Freizeitbereich Bever-Talsperre einzuleiten und umzusetzen". Die SPD begründet das damit, dass der Verkehrslärm in den zurückliegenden Jahren stetig zugenommen habe. Besonders der von Motorrädern ausgehende Lärm sei für die Anwohner "kaum mehr erträglich und schränkt sie in ihrem häuslichen Umfeld stark ein". Fazit des SPD-Antrags: "Ein ,Weiter so' ist den Betroffenen nicht mehr zuzumuten."

SPD-Fraktionschef Hans-Jürgen Grasemann unterstrich das im Rat auch in seiner mündlichen Begründung des Antrags: "Es kann doch nicht sein, dass Biker da ihrem Hobby frönen und dabei den Anwohnern mit dem Lärm der Maschinen ihren letzten Nerv rauben." Das sieht die Mehrheit im Stadtrat offenbar ebenso. Christian Schütte fragte als CDU-Fraktionschef allerdings nach: "In welche Richtung soll das denn nun gehen?" Notwendig sei auch ein "Interessen-Ausgleich". Denn: Unbestreitbar seien die Motorradfahrer, die im Sommer zur Bever kommen, ein nicht zu vernachlässigender "Wirtschaftsfaktor" für die Stadt und den Naherholungs-Tourismus. Denn an den beiden Buden am Beverdamm stehen mitunter mehrere hundert Biker, die dort entsprechend konsumieren.

Deutlich wurde in der Diskussion auch, dass es eben nicht nur um die "Einflugschneisen" der Motorradfahrer zur Bever geht. Auch in anderen Bereichen der Stadt werde der von Kradfahrern ausgehende Verkehrslärm, wie überall im Bergischen Land, zunehmend zum Problem, unterstrich auch Bürgermeister Dietmar Persian. "Es wird schwierig werden, da zu Ergebnissen und Problemlösungen zu kommen."

Der Stadtrat entschied mit großer Mehrheit und entsprechend dem SPD-Antrag, das Thema in den Fachausschuss zu verweisen. Die Stadtverwaltung soll bis dahin in Abstimmung mit den übergeordneten Behörden Vorschläge unterbreiten zu Maßnahmen für eine deutliche Lärmminderung an den Zufahrtsstraßen zur Bever.

Quelle: RP
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