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Hückeswagen
Hückeswagener Kinder lassen's sich schmecken

Hückeswagen: Hückeswagener Kinder lassen's sich schmecken
Vier Schulen und acht Kindergärten in Hückeswagen haben Ganztagsbetrieb. FOTO: dpa, Franziska Kraufmann
Hückeswagen. Nach Enthüllungen bei RTL über vergammeltes Schulessen haben Schulen und Kindergärten dem Caterer gekündigt. Die gute Nachricht für Hückeswagen: Hier werden die Kinder einwandfrei versorgt. Von Wolfgang Weitzdörfer

Der Enthüllungsbeitrag von "Team Wallraff" um den Investigativ-Journalisten Günther Wallraff im Privatsender RTL hat in der vergangenen Woche hohe Wellen geschlagen: Von einem Cateringbetrieb aus Wuppertal sollen bei Stichproben vergammelte und abgelaufene Lebensmittel als Mensa-Essen an Schulen ausgeliefert worden sein, berichteten die Journalisten in der RTL-Sendung. Inwieweit die Vorwürfe tatsächlich begründet sind, ist zwar nicht endgültig geklärt - der Image-Schaden für den Caterer ist jedoch da.

Wie sieht die Situation in der Schloss-Stadt aus? Immerhin gibt es in Hückeswagen vier Schulen und acht Kindergärten, die allesamt Ganztagsbetrieb haben und somit eine Versorgung der Kinder und Jugendlichen mit Mittagessen gewährleisten müssen.

Hintergrund: Die schlimmsten Lebensmittel-Skandale FOTO: ddp

Thorsten Schmalt, Konrektor der Realschule, ist stolz darauf, dass die Realschüler jeden Tag frisch bekocht werden: "War haben eine Hauswirtschafterin, die für unsere Schüler jeden Tag kocht - das ist nicht nur ein Geschmacksunterschied. Wir sind auch in der ständigen Überwachung durch das Kreisgesundheitsamt." Da habe es noch nie Beanstandungen gegeben.

Ähnlich sieht es in der Löwen-Grundschule aus, in der gleich drei Köchinnen für frisches Mittagessen für den Grundschulverbund aus der ehemaligen Gemeinschafts-Grundschule und der Katholischen Grundschule sorgen. Und auch der katholische Kindergarten Am Kamp bekommt das Mittagessen aus der Löwen-Grundschule.

Wie man Gammelfleisch erkennt FOTO: ddp

In der Erich-Kästner-Schule wird ebenfalls selbst gekocht: "Wir haben ein Konzept, nach dem die Schüler der Oberstufe gemeinsam mit einem Lehrer und zwei externen Kräften das Mittagessen kochen. Die Schüler haben da richtig Spaß dran", erzählt Schulleiterin Renate Mohr.

Brigitte Karlguth, Leiterin des Kindergartens der evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Kreuzkirche, sieht das ähnlich: "Wir kochen gemeinsam mit den Kindern das Mittagessen nach einem pädagogischen Konzept. Und es schmeckt einfach am besten, wenn man selber kocht."

Team Wallraff undercover in der Pflege FOTO: RTL

Auf externe Küche setzen indes die Montanus-Hauptschule, der Elterninitiativ-Kindergarten "Rappelkiste" an der Bachstraße, der Ökumenische Kindergarten St. Katharina in Wiehagen, die beiden Kindergärten der Awo auf dem Dierl und an der Blumenstraße, der "Arche"-Kindergarten an der Kölner Straße und die Grundschule Wiehagen. Alle sind mit ihrem jeweiligen Caterer jedoch sehr zufrieden. "Und sollte es doch einmal Grund zum Nachhaken geben, ist das auch kein Problem", versichert Birgit Humpert, Leiterin des Johanna-Heymann-Familienzentrums der Awo. "Da wir einen lokalen Versorger haben, kann man das dann direkt ansprechen. Aber uns ist in all den Jahren auch nie etwas aufgefallen."

Und ganz einfach sieht es in der Kindertagesstätte des Altenzentrums Johannesstift aus, wie Leiterin Katrin Weiler lachend bestätigt: "Wir bekommen unser Mittagessen aus der Küche des Johannesstifts. Bei uns ist alles gut."

Quelle: RP
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