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Roland Kuhn
Hückeswagener Koch betreibt Hotel in Oberstdorf

Roland Kuhn: Hückeswagener Koch betreibt Hotel in Oberstdorf
FOTO: Dörner, Hans (hdo)
Hückeswagen. HÜCKESWAGEN Ein zweites Standbein hat sich "Schlemmerkotten"-Inhaber Roland Kuhn geschaffen: Im April erwarb er ein Hotel in Oberstdorf. Auf Pommes, Schaschlik und Schnitzel im Schnellrestaurant am Schwarzen Weg werden die Hückeswagener vorerst dennoch nicht verzichten müssen. "Erst mal wird hier alles so weiterlaufen", verspricht Kuhn.

Wenn es die Zeit des Kochs zulässt, pendelt er alle zwei Wochen zwischen dem Bergischen Land und der südlichsten Gemeinde Deutschlands hin und her. Das Hotel Garni Liberia wird derzeit von seiner Lebensgefährtin Sabine Nissen betrieben. Das Gästehaus hat 26 Betten, zwei Ferienwohnungen, Hallenbad und Sauna und liegt in ruhiger Ortsrandlage am Plattenbichl, etwa zehn Gehminuten vom Ortskern entfernt.

Besonders die landschaftlich schöne Lage mit Panorama-Bergsicht hat es Kuhn angetan. "Wir haben da schon oft Urlaub gemacht", sagt der Hückeswagener. Dass das Haus jetzt zum Verkauf stand, war mehr ein Zufall. "Wir wollten uns schon immer verändern. Und wenn nicht jetzt, wann dann?", sagt der 53-Jährige.

Nach dem "Justhof" (r.) und dem "Schlemmerkotten" hat Roland Kuhn nun (auch) das Hotel Liberia in Oberstdorf übernommen. FOTO: www.hotel-liberia.de/hdö (Archiv)

Die Stadt im Allgäu biete besonders touristisch enorme Möglichkeiten für Jung und Alt. "In Bayern gehen die Uhren anders als in NRW", findet Kuhn. Zurzeit läuft der Hotelbetrieb parallel zum Schnellimbiss und zum Partyservice "Dröppelminna" in Hückeswagen. Wann es für den 53-Jährigen endgültig nach Bayern geht, sei noch nicht entschieden. Im Oktober werden zunächst einmal Kuhns Eltern nach Oberstdorf ziehen. Vater Klaus Kuhn, der frühere Friedhofsverwalter, freue sich schon auf den Garten.

Natürlich hoffen Roland Kuhn und Sabine Nissen auch auf Hotelgäste aus der Heimat. Aus zeitlichen Gründen hat der Geschäftsmann schon Abstriche machen müssen: "An den Open-Air-Konzerten am Schloss werden wir mit unserem Imbisswagen nicht mehr teilnehmen", kündigt Kuhn an. Sollte er seine Zelte in der bergischen Heimat abbrechen, so sieht Roland Kuhn dennoch eine Zukunft für den "Schlemmerkotten". "Es ist ja ein gut eingeführter Laden", betont er mit Hoffnung auf einen Nachfolger. Auf die Arbeit in Oberstdorf freut sich Kuhn schon sehr. "Wir haben eine gute Richtung eingeschlagen. Dort ist das Leben nicht so stressig für uns wie bisher, und wir können unsere Freizeit mehr genießen", schwärmt er und fügt hinzu: "Aber wer weiß, vielleicht packt uns ja doch irgendwann das Heimweh nach dem Bergischen." HEIKE KARSTEN

Quelle: RP
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