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Hückeswagen
Hückeswagener Politik stellt die OAG in Frage

Hückeswagen. Eigentlich ging es nur um die Zustimmung zur Satzungsänderung der Oberbergischen Aufbau-Gesellschaft mbH (OAG). Doch daraus entwickelte sich am Dienstagabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses eine Diskussion darüber, ob die OAG nicht überflüssig ist. Einige Politiker verwiesen darauf, dass die Stadt mit der HEG ihre eigene Entwicklungsgesellschaft hat und die OAG daher nicht benötige.

Diese "entwickelt und vermittelt passgenaue Industrie- und Gewerbeflächen für Unternehmen", heißt es auf der Internetseite des Kreises. Doch das ist letztlich genau das, was auch die HEG macht.

Christian Schütte (CDU) sagte zwar, man sollte der OAG keine Steine in den Weg legen, stieß aber an, über den Verkauf der städtischen Anteile von zwei Prozent nachzudenken. Horst Fink (SPD) sprach sogar davon, dass die OAG "überflüssig ist". Unterstützung erhielt er von Jörg von Polheim: "In ihrer Form ist sie nicht mehr zeitgemäß." Würde man die Satzungsänderung beschließen, würde man das Wirken der OAG nur unnötig verlängern.

"Ich kann nicht sagen, dass die OAG völlig sinnlos ist", sagte hingegen Bürgermeister Dietmar Persian mit Verweis darauf, dass sie in Zeiten, als die Stadt noch keine HEG hatte, Hückeswagen geholfen hatte. Etwa beim Start des Gewerbegebiets West 2. Zudem hätten andere oberbergische Kommunen keine eigene Entwicklungsgesellschafte und daher wohl kein Interesse an einer Auflösung der OAG.

Michael Wolter (UWG) regte schließlich an, einmal herauszufinden, welchen Nutzen die OAG für die Stadt habe. Erst dann sollte die Entscheidung fallen. Da die SPD noch Beratungsbedarf anmeldete, fällt diese nun frühestens in der Ratssitzung am 16. Juni.

(büba)
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