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Wie aus dem Ei gepellt
Hückeswagenerin zeigt Mut zum neuen Look

Wie aus dem Ei gepellt: Hückeswagenerin zeigt Mut zum neuen Look
Eine junge Frau, zwei verschiedene Typen: Vor dem BM-Styling trug Rebecca Knecht Jeans und Sweatshirtjacke und hatte glatte Haare... FOTO: J. Moll
Hückeswagen. Dank der Bildbearbeitungsprogramme sehen Stars auf Fotos immer "wie aus dem Ei gepellt" aus. Doch es geht auch anders - einfach mal vor Ort beraten lassen. Rebecca Knecht (20) hat es für unsere Redaktion getestet. Das Ergebnis begeistert nicht nur die Protagonistin. Von Heike Karsten

Nicht jeder hat seinen ganz persönlichen Stil gefunden und weiß genau, welche Kleidung, Frisur oder Farben zu ihm passen. Vielleicht fehlt auch einfach nur die Idee für ein neues Outfit für die Feiertage, die nächste Familienfeier oder den Besuch im Musik-Club. Wer Lust auf eine Veränderung hat und neuen Modetrends offen gegenübersteht, muss für eine professionelle Beratung nicht in die nächste Großstadt fahren. Die Hückeswagener Geschäftsleute übernehmen ebenfalls eine ganz individuelle Typberatung - sei es in Fragen der Kleidung, Frisur oder Make-up. Die Hückeswagenerin Rebecca Knecht hat das für die BM getestet und ist begeistert.

Der erste Weg für die Verwandlung führt die 20-jährige Erzieherin im Anerkennungsjahr in den Friseursalon "Hairteam Hesse" im Goethetal. Mit Festiger-Spray und Papilotten zaubert Friseurmeisterin Kerstin Lapp, Deutsche Meisterin im Senioren-Herrenfach von 2008, in kürzester Zeit einen lockigen Hippie-Style in die langen, glatten Haare von Rebecca Knecht.

...Zwei Stunden später präsentierte sich die 20-Jährige mit lockiger Hippie-Frisur, auffälliger Beduinen-Hose und der asymmetrisch geschnittenen Jacke. Auch so fühlt sie sich wohl. FOTO: J. Moll

Die Lockenpracht hält das BM-Model zur Erinnerung auf einem Handyfoto fest. "Bei mir halten Locken leider immer nur zwei bis drei Stunden", bedauert die 20-Jährige. Über Kopf werden die Haare ausgehangen und mit geübten Handgriffen und etwas Gel in Form gebracht.

Dem "Hairteam Hesse" vertraut sie blind, kümmerte es sich doch auch schon um die Hobby-Models der Modenschau, die die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) Hückeswagen zuletzt im Kultur-Haus Zach veranstaltet hatte. Hierbei sammelte Rebecca Knecht ihre ersten Erfahrungen auf dem Laufsteg. Trotz des Vertrauens ist sie froh, dass Kerstin Lapp weder zur Schere noch zum Farbtopf greift. Mitarbeiterin Anna-Maria Jüttner gibt dennoch einen Tipp: "Kurzhaar-Schnitte sind die perfekte Sommerfrisur."

TV-Zeitschriften und Photoshop: Falsche Perfektion FOTO: TV Spielfilm

Farbig wird's erst im Kosmetikstudio von Martina Heß. Hier hofft die Auszubildende auf ein paar gute Tipps. "Ich lasse mich gerne schminken, selber kann ich das aber nicht so gut", verrät die junge Hückeswagenerin. Etwas Überredungskunst braucht es dann, um den Augenbrauen mit einer Heißwachs-Haarentfernung eine schmalere Form zu geben. "Das lässt die Augen viel offener wirken", verspricht Visagistin Martina Heß.

Eine dem Hautton angepasste Camouflage deckt kleine Unebenheiten ab und verfeinert zudem das Hautbild. Die Augen erhalten durch Lidschatten in Erdtönen, schwarzem Kajalstift und Wimperntusche einen stärkeren Ausdruck und lassen Rebeccas Blick noch strahlender aussehen. "Im Trend sind derzeit schlichte Nude-Töne, der Akzent liegt dafür auf Augen und Mund", erläutert Martina Heß, die 25 Jahre Berufserfahrung hat.

Wie sich Schönheitsideale von Land zu Land unterscheiden FOTO: Esther Honig

An ihrem Arbeitsplatz im Kindergarten St. Katharina in Wiehagen verzichtet Rebecca Knecht weitgehend auf Make-up. "Da werde ich höchstens von den Kindern geschminkt. Aber das sieht dann ganz anders aus", sagt sie und lacht. Zum Schluss rundet ein frischer Lipgloss das Make-up ab. Die Farbe passt perfekt zum Outfit, das Christoph Winkler vom gleichnamigen Modegeschäft für das BM-Model ausgesucht hat.

Zum Glück ist's nicht weit vom Kosmetikstudio an der Islandstraße bis zum Modeladen "Winkler's", denn es hat feiner Nieselregen eingesetzt, der sich schnell in die frisch gestylten Haare setzt. Im Modegeschäft zahlt sich die Erfahrung des Chefs aus: Schon die erste von Christoph Winkler vorgeschlagene Kombination begeistert die 20-Jährige: eine lässige Beduinen-Hose mit hängendem Schritt, dazu ein neutrales cremefarbenes Shirt. Der Farbtupfer ist eine korallfarbene, asymmetrisch geschnittene Jacke. Winkler: "Ich bin kein Freund der lauten Farben, aber hier verleiht der Farbtupfer eine coole Optik."

Die Kombination ist bequem und alltagstauglich. Mit ein wenig Mut und guter Beratung trägt Rebecca Knecht nun ein Outfit, zu dem sie selbst nie gegriffen hätte. Es hat sich gelohnt: Sie fühlt sich sichtlich wohl nach der Typberatung. Der passende Anlass kann kommen, um mit den neuen Ideen aufzutrumpfen.

Quelle: RP
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