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Hückeswagen
"Hüttenzauber" bekommt Konkurrenz

Hückeswagen: "Hüttenzauber" bekommt Konkurrenz
Ein stimmungsvolles Ambiente bietet seit Jahren der Hückeswagener Weihnachtsmarkt im Island. Am zweiten Adventwochenende werden zum zehnten Mal die hübschen Holzhütten aufgebaut sein. FOTO: Hans Dörner (Archiv)
Hückeswagen. In gut eineinhalb Wochen öffnet der stimmungsvolle Hückeswagener Weihnachtsmarkt. Doch zeitgleich zum "Hüttenzauber" wird es auch in Wipperfürth einen Weihnachtsmarkt geben - womöglich eine einmalige Ausnahme. Von Stephan Büllesbach

Es dürfte wieder stimmungsvoll werden, wenn sich am übernächsten Freitag, um 17 Uhr, ein großer Fackelzug vom Schloss in Bewegung setzt und - angeführt von Nikolaus und Christkind - über die Markt- und Islandstraße bis zum Wilhelmplatz flaniert. Dort erhalten dann die kleinen Weinachtsmarkt-Besucher eine süße Aufmerksamkeit.

Sieben Kilometer weiter östlich ist ein weiterer Weihnachtsmarkt dann bereits sieben Stunden geöffnet: Der ESW, die Gemeinschaft der Wipperfürther Einzelhändler, will den Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz ganz neu starten, "nachdem es mit dieser traditionellen Veranstaltung in den letzten Jahren immer weiter bergab gegangen war", heißt es auf seiner Internetseite. Parallel zum "Hüttenzauber" der Schloss-Stadt mit seinen rund 50 Anbietern buhlen in Wipperfürth voraussichtlich etwa 20 Stände um die Gunst der Besucher.

Tobias Vossebrecher, der im Frühjahr neugewählte Vorsitzende des ESW, ist die Weihnachtsmarkt-Konkurrenz der beiden Städte unangenehm, kann letztlich aber nichts dagegen tun. Auf Anfrage unserer Redaktion erläutert er den Hintergrund, warum der Wipperfürther Weihnachtsmarkt auf das gleiche Wochenende wie der Hückeswagener verlegt wurde: "Die verkaufsoffenen Sonntage werden immer im Vorjahr beantragt und vom Rat beschlossen." Das ist in der Nachbarstadt nicht anders als in der Schloss-Stadt. Der alte ESW-Vorstand hatte den letzten verkaufsoffenen Sonntag in 2015 auf den zweiten Advent terminiert. Daran muss sich der neue nun halten. Wie in Hückeswagen wird der auch mit einem Weihnachtsmarkt verbunden.

Vossebrecher versichert jedoch: "Für 2016 schwebt uns ein anderes Wochenende vor." Er wolle alles daran setzen, dass es nicht erneut zu einer Überschneidung der Termine komme.

Die Organisatoren des Hückeswagener "Hüttenzaubers" sehen der Konkurrenz ohnehin gelassen entgegen: "Unser Weihnachtsmarkt ist schöner!", stellt Ina Matuschzik, Geschäftsführerin des Stadtmarketings, unmissverständlich klar. Und Bürgermeister Dietmar Persian betont: "Das zweite Advent-Wochenende hat sich für den ,Hüttenzauber' bewährt." Er gehe davon aus, dass wieder viele Besucher nach Hückeswagen kämen.

Zudem wird es - natürlich - auch keine Hückeswagener Hütten für den ESW-Weihnachtsmarkt geben. Wohl aber, wie in den Vorjahren, für den alternativen Weihnachtsmarkt der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde der Nachbarstadt am kommenden Freitag und Samstag, 28. und 29. November. So werden wieder die Hückeswagener Holzhütten auf dem Hausmannsplatz hinter der Pfarrkirche St. Nikolaus aufgestellt sein, und im Gegensatz leihen die Wipperfürther ihre für den "Hüttenzauber" eine Woche später. "Da stehen wir in enger Kooperation mit den Veranstaltern des alternativen Weihnachtsmarkts", sagt Persian. Aufgestellt werden die Leihhütten vom Bauhof.

Zudem wird der "Hüttenzauber" ein weiteres Alleinstellungsmerkmal haben: Weil es ihn zum zehnten Mal gibt, wird am Samstag, 5. Dezember, 19 Uhr, ein Feuerwerk abgeschossen.

Quelle: RP
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