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Hückeswagen
Ideen gesammelt für liebenswerte Stadt

Hückeswagen: Ideen gesammelt für liebenswerte Stadt
Wie soll das Hückeswagen der Zukunft aussehen? Eine Antwort auf diese Frage gab es am Donnerstagabend im Forum bei der Präsentation der Umfrage-Ergebnisse. Erste Ideen sollen nun in fünf Arbeitskreisen entwickelt werden. FOTO: J. Moll
Hückeswagen. Die Ergebnisse der Bürgerbefragung zur Zukunft der Stadt präsentierte das Stadtmarketing am Donnerstagabend im Forum. 574 Fragebögen waren ausgefüllt zurückgesandt worden, etwa 120 Zuhörer kamen zur Präsentation. Von Heike Karsten

Hückeswagen ist eine liebenswerte Stadt mit einem schönen Naherholungsgebiet, viel Tradition und Geschichte - das gaben zumindest viele der Teilnehmer der Umfrage an, zu der das Stadtmarketing im September aufgerufen hatte. Mit den ausgewerteten Daten sollen nun in fünf Arbeitskreisen neue Ideen entwickelt werden, um die Stadt auch zukünftig liebens- und lebenswert zu machen.

Am Donnerstagabend stellte Thomas Egger vom Beratungsunternehmen "Egger und Partner" aus Linz, mit deren Hilfe die Umfrage erstellt worden war, die Ergebnisse vor. Von den mehr als 100 Interessierten im Forum hatten vermutlich die meisten an der Befragung teilgenommen. Bürgermeister Dietmar Persian zeigte sich positiv überrascht von der Resonanz: "Die fast 600 ausgefüllten Fragebögen zeigen das große Interesse der Hückeswagener an ihrer Stadt und darüber hinaus auch der Auswärtigen." Immerhin zehn Prozent der Teilnehmer leben nicht in der Schloss-Stadt, sondern in einer der umliegenden Städte. Fast 400 füllten den Fragebogen im Internet aus. 74 Prozent der Teilnehmer leben länger als zehn Jahre in Hückeswagen. Die größte Gruppe (32 Prozent) war zwischen 50 und 64 Jahren alt; Männer und Frauen hielten sich die Waage.

Was in der Stadt fehlt und was sich die Bürger für die Zukunft wünschen, wurde anhand der Zahlen schnell deutlich: Eine ausreichende ärztliche Versorgung am Ort erhofft sich jeder Zweite (52 Prozent), einen besseren Branchenmix für gute Einkaufsmöglichkeiten jeder Dritte. Besonders wichtig war den Befragten darüber hinaus eine hohe Lebens- und Wohnqualität, gute Verkehrsanbindungen, die Sauberkeit der Stadt und vor allem ein verbessertes Gastronomieangebot, besonders im Bereich der Außengastronomie. Hier schielen die Hückeswagener wohl vornehmlich nach Wipperfürth, wo das Angebot - vor allem rund um den Marktplatz - wesentlich besser ist, um an warmen Sommerabenden bei einem Glas Wein oder Bier zusammenzusitzen.

Bei den Aktivitäten sind besonders das Altstadtfest (90 Prozent), der Weihnachtsmarkt "Hüttenzauber (81 Prozent), die "Bierbörse" (62 Prozent) und die Open-Air-Konzertreihe "Hückeswagen live" (58 Prozent) beliebt. Kulturangebote wie Veranstaltungen im Kultur-Haus-Zach (34 Prozent) oder die Kulturräume an der Marktstraße (19 Prozent) landeten dagegen in der Gesamtauswertung auf den hinteren Plätzen.

"Jetzt ist Kreativität gefragt", betonten die Geschäftsführerinnen des Stadtmarketings, Monika Winter und Ina Matuschzik. In fünf Arbeitskreisen sollen nun neue Ideen entwickelt und Projekte verwirklicht werden, die die Stadt attraktiver machen. Das beste Beispiel dafür ist der Weihnachtmarkt "Hüttenzauber", der aus solch einem Arbeitskreis entstanden ist und im Dezember bereits zum zehnten Mal stattfindet. "Wir hatten damals nur fünf eigene Hütten, haben aber von Anfang an einen wunderschönen Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt", sagte Monika Winter.

Thomas Egger ermutigte derweil die Zuhörer zu persönlichem Engagement und Ausdauer: "Es bringt uns nicht weiter, nur an einer Stellschraube zu drehen." Mehrere kleine Projekte konsequent über Jahre umzusetzen, Gutes beibehalten und "alte Zöpfe" abzuschneiden, machte er deutlich, das sei der erfolgreiche Weg zu mehr Gesamtattraktivität einer Stadt.

Quelle: RP
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