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Hückeswagen
Ideen gesucht für mehr Action am Schloss

Hückeswagen: Ideen gesucht für mehr Action am Schloss
Seinen Dornröschenschlaf als Parkplatz soll der Schlosshof nach dem Willen von FaB und Stadtmarketing verlieren und stattdessen häufiger Ort von Veranstaltungen sein. FOTO: Stephan Büllesbach
Hückeswagen. Das Schloss ist Wahrzeichen und Rathaus Hückeswagens, doch wird es zu selten in den Mittelpunkt des öffentlichen Geschehens gerückt - findet die FaB. Gemeinsam mit dem Stadtmarketing ruft sie nun alle Hückeswagener auf, Ideen für Events zu präsentieren. Von Stephan Büllesbach

Giuseppe Verdis "Aida" vor dem Schloss? Verschiedene Orchester aus der Region treten im Herzen der Altstadt zu einem Wettkampf an? Eine kulinarische Meile auf dem Schlosshof? Für solche Veranstaltungen böte das Hückeswagener Grafenschloss durchaus das passende Ambiente. Doch viel tut sich nicht im Bereich des historischen Gemäuers - mit Altstadtfest, Weinfest, der Open-Air-Konzert-Reihe "Hückeswagen live" und Teilen des Schützenfestes sind die Events dann auch schon erschöpft, die regelmäßig im Jahresrhythmus dort veranstaltet werden.

Mitte Januar hatten die Freien aktiven Bürger (FaB) einen Vorstoß gewagt und erstmals zu seiner Art Ideenwettbewerb aufgerufen. Fraktionsvorsitzende Brigitte Thiel bemängelte, dass der Schlosshof in der meisten Zeit des Jahres hauptsächlich als Parkplatz diene und insbesondere an den Wochenenden brach liege. "Um mit dem Schloss und dem Schlossplatz (...) als ,Pfund zu wuchern', bedarf es erheblicher Anstrengungen und neuer Initiativen", betonte Thiel.

Bürgermeister Dietmar Persian hatte den Anstoß aufgegriffen und ihn in einer Sitzung des erweiterten Stadtmarketing-Vorstands zur Sprache gebracht. "Die Idee ist ja nicht neu", sagte er gestern im Gespräch mit unserer Redaktion. Dennoch sei sie wichtig, und jetzt gelte es, dranzubleiben. Das Stadtmarketing ruft daher nun alle Hückeswagener auf, sich einmal Gedanken zu machen, was vor dem Schloss veranstaltet werden könnte. "Die Kosten eines solchen Events sind erst einmal egal", betonte Persian. "Für ein tolles Projekt findet sich bestimmt ein Förderer."

Allerdings stellte er klar: Wer eine Idee vorschlägt, sollte sich auch an der Umsetzung beteiligen. "Wir brauchen Leute, die mitmachen", sagte er. Monika Winter, Geschäftsführerin des Stadtmarketings, verwies auf das Weinfest: "Das wird von privaten Organisatoren veranstaltet." Für so etwas sei das Stadtmarketing durchaus offen. "Und das unterstützen wir auch", sagte sie. "Aber wir können nicht alles alleine stemmen."

Die FaB hat zum Beispiel eine zusätzliche Veranstaltung zum "Hüttenzauber" am zweiten Adventswochenende im Blick. Ratsherr Norbert Heider berichtete von einem Rundgang über den vorigen Weihnachtsmarkt: "Wir haben mal die Besucher gefragt, ob sie sich nicht eine zeitgleich Aktion am Schloss vorstellen könnten. Nicht einer war dagegen." Auch Persian bekommt immer wieder positive Resonanz von Auswärtigen, die das Schloss als schöne Kulisse empfinden.

Der Bürgermeister sagte, dass der "Hüttenzauber" auch weiterhin im Island, auf dem Wilhelmplatz und der Bahnhofstraße ausgetragen wird. Aber vielleicht fänden sich Ideen für Parallelveranstaltungen am Schloss. "Vielleicht etwas Musikalisches." Vor einigen Jahren war dort eine Weihnachtspyramide aufgebaut, und einmal stand der Coca-Cola-Truck dort. Etwas Ähnliches wäre wünschenswert.

Im Gespräch ist immer wieder auch ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt. Zwar ist die Stadt in Gesprächen mit Veranstaltern, doch wird es einen solchen wohl nicht geben. Zum einen sind die Teilnehmer schon auf anderen Weihnachtsmärkten unterwegs, zum anderen die Kosten hoch: Für ein Wochenende sind durchaus 10.000 Euro zu zahlen. Doch Eintritt von den Besuchern zu verlangen, "das kann nicht der Sinn sein", meint Monika Winter.

Quelle: RP
 
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