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Ostern
Im Licht der Ostersonne erwacht die Natur aus dem Winterschlaf

Hückeswagen. Was für Pflanzen gilt, gilt für Menschen und Tiere genauso: Alle werden von unsichtbaren Uhren gesteuert. Diese regeln, wann Pflanzen blühen und Tiere aus dem Winterschlaf erwachen. Der wichtigste Taktgeber ist dabei das Licht. Von Regina Hildebrandt

Das andere Licht ist vor allem ein Mehr an Licht, denn kurz vor Ostern ist die sogenannte Tag- und Nachtgleiche. Zum Osterfest sind die Tage also bereits länger als die Nächte. Diese stärker werdende Helligkeit weckt nun auch das Leben im Erdboden. Grashalm, Blume und Baum bekommen den Impuls zu wachsen. Die Pflanzen nehmen das Licht in der Spross-Spitze wahr, also dort, wo ihr Wachstum am intensivsten ist. Die durch den Lichtreiz hervorgerufene Wachstumsbewegung heißt Phototropismus. Gleichzeitig erwärmt die Sonne den Erdboden, was ein Signal auch an die Pflanzenwurzeln ist: Sie beginnen zu wachsen und dringen verstärkt in die Erde, um dort Halt, Wasser und Nährstoffe zu suchen.

Kurzum: Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf. Ein frisches Grün erscheint, erste Blüten schmücken Sträucher und Wiese. Für den Mensch heißt das: raus in den Garten. Beim Naturgenuss kann auch direkt über den Neuanfang nachgedacht werden.

Dann geht's ran an den Spaten: Beete abräumen, Erde lockern, erstes Unkraut jäten und neue Gewächse anpflanzen. Denn fürs Frühlingsgefühl darf es ruhig etwas mehr sein von Stiefmütterchen, Hornveilchen, Bellis, Narzissen, Primeln, Vergissmeinnicht, Ranunkeln und Hyazinthen. Und für den Duft sorgen Forsythie, Seidelbast oder früh blühende Azaleen.

Eine weitere Gartenarbeit, die derzeit anliegt, ist der Gehölzschnitt. Als Faustregel gilt: Alle Gewächse, die nicht im Frühjahr blühen, vertragen jetzt die Schere. Bodendeckerrosen und Edelrosen auf drei bis fünf Augen zurückschneiden, Kletter- und Strauchrosen auslichten. Eine Düngung kann auch nicht schaden - Hornspäne für Rosen oder Kübelpflanzen und Kompost für Obst und Ziergehölze. Wer derzeit Eierschalen übrig hat, sollte sie fein zerkleinern und ins Gießwasser oder direkt aufs Beet geben. Es macht nichts, wenn die Schale gefärbt ist. Denn die Ostereierfarbe ist in der Regel lebensmittelecht. Gut angereichert, hat die Erde somit genügend Nahrung, um ihre Geheimnisse preiszugeben.

Die Ostersonne wird sie ans Licht bringen.

Quelle: RP
 
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