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Hückeswagen
Im Oktober kommt der neue Bürgerbus

Hückeswagen: Im Oktober kommt der neue Bürgerbus
Um 8, 10 und 12 Uhr, dienstags und donnerstags auch um 14 und 16 Uhr, macht sich der Bürgerbus täglich auf seine vier Touren. Nur am Sonntag bleibt er im Depot. Genutzt wird er in erster Linie von älteren Fahrgästen. FOTO: Stephan Büllesbach / Rolf Geese
Hückeswagen. In den vergangenen sieben Jahren ist der Bürgerbus von den Hückeswagenern gut genutzt worden, jetzt wird es Zeit für ein neues Fahrzeug. Unsere Redaktion sprach mit dem Bürgerbusverein über die ersten Jahre dieses Angebots. Von Stephan Büllesbach

Seit seiner Jungfernfahrt am 2. Juli 2010 hat er bereits rund 20 Mal die Erde umrundet. Fast 250.000 Kilometer hat der Hückeswagener Bürgerbus auf dem Tacho, 6000 bis 7000 Fahrgäste nutzen ihn jährlich. "Die Touren laufen zufriedenstellend", zieht Rolf Geese vom Vorstand des Bürgerbusvereins ein positives Fazit.

Montags bis samstags, jeweils zwischen 8 und 12 Uhr, startet der Bürgerbus alle zwei Stunden vom Bahnhofsplatz aus zu seinen insgesamt vier Touren. Dienstags und donnerstags kommen jeweils noch die Touren ab 14 und ab 16 Uhr hinzu. Die erste Fahrt führt in zirka 25 Minuten zum Johannesstift, zur Bever, über Kleineichen, die Weierbachstraße, am Schloss vorbei und wieder zurück. Die stark bewohnten Gebiete Fürstenberg und Dierl werden anschließend bei der Tour 2 (20 Minuten) angefahren. Die dritte Tour (25 Minuten) steuert Lindenbergstraße, Montanusschule, Schnabelsmühle und erneut das Johannesstift an. Und mit der Tour 4 (35 Minuten) geht's abschließend zum Friedhof, über Kölner Straße, K 5, Westhofen und Scheideweg bis Dreibäumen, zurück geht's dann noch durch Winterhagen, Heidt und dann wieder die Kölner Straße zurück. Danach startet erneut die Tour 1.

Und warum steuert der Bürgerbus Wiehagen nicht an? Schließlich wohnen in dem Ortsteil gut 6000 Menschen. "Das dürfen wir nicht", stellt Geese klar: "Wir sind Teil der OVAG." Weil sie Wiehagen mit den normalen Linienbussen anfährt, würde sich die Oberbergische Verkehrsgesellschaft mit dem Bürgerbus selber Konkurrenz machen. "Wir fahren nur die Strecken, die kein Linienbus abfährt", erläutert Geese.

Wenn der Hückeswagener Bürgerbus schon Halt in Dreibäumen macht, könnte man ihn denn nicht so takten, dass Fahrgäste aus Hückeswagen dort in den Wermelskirchener Bürgerbus umsteigen könnten? "Über eine Kooperation mit dem Wermelskirchener Bürgerbusverein haben wir nachgedacht", bestätigt Geese. Aber die Kollegen wären nicht bereit gewesen, von ihrem Fahrplan etwas abzuweichen. "Wir hätten dann aber alles umstellen müssen", sagt Geese. Er verweist auf die Linienbusse von OVAG und RVK. Wer nach Wermelskirchen (und von dort eventuell nach Köln) wolle, könne mit der Linie 260 von Hückeswagen direkt in die Nachbarstadt fahren oder mit der Linie 336 bis Bergisch Born und dort in den Bus nach Wermelskirchen umsteigen.

Nachdem in den Anfangsjahren der Fahrplan des Öfteren einmal umgestellt worden war, hat er sich inzwischen eingespielt. "Der bleibt jetzt bestehen", bestätigt Geese. Vereinzelt fallen aber schon einmal Haltestellen weg - wie etwa das Hallenbad im Brunsbachtal. "Da sind im ganzen Jahr nur drei Fahrgäste eingestiegen", sagt der Vereinssprecher.

Die ersten sieben Jahre sind rum, daher hat der Hückeswagener Bürgerbusverein jetzt die Möglichkeit, ein neues Fahrzeug zu bestellen. Das haben die Verantwortlichen auch getan: "Voraussichtlich ab Oktober fährt der neue Bürgerbus durch Hückeswagen", bestätigt Geese. Umgewöhnen müssen sich die Stammgäste, die überwiegend ältere Menschen sind, nicht: Geliefert wird das gleiche Fahrzeug, ein Mercedes-Sprinter.

Im Großen und Ganzen ist Geese zufrieden mit den Fahrgastzahlen. Verwundert ist er nur darüber, dass den Bus kaum Kinder nutzen. "Aber die fahren wohl eher im Sommer mit dem Fahrrad zur Bever", sagt er.

Quelle: RP
 
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