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Heisser Draht
Immer Ärger um die Annahme von Gelben Säcken

Hückeswagen. Als Hans Stendtke jüngst auf dem Weg zu einem Baumarkt in Wipperfürth war, nahm er kurzerhand noch Gelbe Säcke mit. Die wollte der Anwohner von Fuhr im Betriebshof des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands (BAV), An der Schlossfabrik, abgeben.

Doch er musste erst wieder nach Hause, ehe er die Fahrt in die Nachbarstadt fortsetzen konnte. Hatten die Mitarbeiter des Betriebshofes die Säcke doch nicht angenommen: "Sie hätten keine Kapazitäten mehr. Und außerdem seien sie nicht verpflichtet, Gelbe Säcke anzunehmen, hat man mir gesagt", berichtete Stendtke am "Heißen Draht" der BM.

Der Hückeswagener will eines klarstellen: "Ich bin oft in Verbindung mit einem Einkauf im Betriebshof und muss sagen, das Personal ist immer höflich und freundlich." Allerdings kann er sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sich die Stadt vom BAV ein wenig hat über den Tisch ziehen lassen, als es vor einigen Jahren um den Übertrag der hoheitlichen Aufgaben an den Verband ging.

"Uns wurde das so verkauft, dass wir dadurch viele Vorzüge hätten." Dem widerspricht Torsten Kemper von der Stadtverwaltung und verweist nach Rücksprache mit Christoph Rösgen, Leiter der BAV-Abfallwirtschaft, darauf, dass die Gelben Säcke normalerweise vor der Haustür abgeholt werden. "Wenn der Betriebshof sie annimmt, ist das ein Goodwill-Service. Denn das muss er nicht", unterstreicht Kemper.

Es würden so lange Säcke angenommen, bis der ohnehin dort stehende Container voll ist ist. Würden weitere angenommen, müsste ein zusätzlicher Container angefordert und auch abgefahren werden, was dann kosten würde. Bei der Firma Lobbe, die zuvor den Betriebshof geführt hatte, war das anders: Als Entsorgungsunternehmen transportierte es die Gelben Säcke ohnehin ab.

Quelle: RP
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