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Hückeswagen
In der Altstadt wird wieder getrödelt

Hückeswagen: In der Altstadt wird wieder getrödelt
Caro, Mira und Sina (v.l.) sind begeisterte Kindertrödler. FOTO: Schütz
Hückeswagen. Nach einigen Jahren im Goethetal ist der Kindertrödel wieder mitten im Geschehen angekommen. Von Wolfgang Weitzdörfer

Der Trödel ist zurück! Wie wichtig dieser Satz für ein rundum gelungenes Altstadtfest ist, zeigt sich jedem Besucher sofort, der die Marktstraße in Richtung Schlossplatz betritt: "Endlich sind hier wieder Kinder mit ihrem Trödelangebot vertreten, das hat doch schon immer zum Altstadtfest gehört", sagt etwa SSV-Vorstand Hans-Georg Breidenbach und fügt schmunzelnd hinzu: "Die ganzen Handyschalenverkäufer brauchen wir beim Altstadtfest doch nicht."

Ach ja, der Trödel: Jener doch so liebgewonnene Teil des Altstadtfestes, wegen dessen Auslagerung aus Sicherheitsgründen ins Goethetal so mancher alteingesessene Altstadtfest-Fan ja schon gar das Ende des beliebten Traditionsfest befürchtet hatte, ist wieder dahin zurückgekommen, wo er von Anfang an hingehört hat: mitten auf dem Fest.

Das sieht auch Bürgermeister Dietmar Persian so, der mit seiner Frau Elvira am frühen Samstagnachmittag über den Schlossplatz spaziert und sichtlich bestens gelaunt ist: "Die Trödelstände wieder mitten ins Geschehen zu holen, war die absolut richtige Entscheidung", sagt das Hückeswagener Stadtoberhaupt gut gelaunt und fügt an: "Ich habe bislang jedenfalls nur positive Rückmeldung bekommen, sowohl von den Gästen als auch von den Trödlern selbst."

Und weil das Wetter ebenfalls mitspielt und die Sonne vom Himmel lacht, sieht man beim Bummel über die Marktstraße praktisch nur zufriedene Gesichter. So wie die von Lina und Luise. Die Geschwister haben mit Mama Margit ihren Stand am Samstagmorgen bereits um halb sieben Uhr oberhalb des Weberdenkmals aufgebaut. "Da war es schon noch ziemlich frisch - und auch noch gar nicht so viel los", sagt die Mutter der zwei Mädchen lachend. Aber gelohnt habe sich der Tag auf jeden Fall. "Wir haben schon eine ganze Menge Sachen verkauft, am Sonntag kommen wir aber nicht noch einmal", sagt Luise.

Auf der Marktstraße sitzt der achtjährige Kevin auf einer Decke, auf der er zahlreiche Kinder- und Erwachsenenbücher, CDs und anderen Kleinkram anbietet. "Es ist viel los, das macht auch schon Spaß, einfach zuzugucken", sagt der Nachwuchströdler, der noch nicht so viel verkauft hat, aber auch am Sonntag wieder früh am Morgen seinen kleinen Stand aufbauen wird.

Und beim Bummel durch die Altstadt wird einfach schon durchs genaue Hinsehen deutlich, wie sehr die kleinen und großen Trödler in den vergangenen Jahren gefehlt haben. Wie sagt ein Besucher aus Wipperfürth im Vorübergehen zu seiner Frau: "Die Trödelstände sind wie der Flickenteppich, der das Bild des Altstadtfestes erst richtig komplett werden lässt."

Bleibt als Fazit daher eigentlich nur der Wunsch, den Trödel auch künftig "mitten im Geschehen" zu belassen. Denn er ist gut für die Stimmung auf und um das Altstadtfest - und gehört schließlich wirklich einfach dazu.

Quelle: RP
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