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Hückeswagen
In Hückeswagen aufgewachsen - Trauer um Barbara Kisseler

Hückeswagen. Sie war das viertälteste von insgesamt zehn Geschwistern und hatte eine gute Beziehung zu Hückeswagen, denn in der Schloss-Stadt ist sie aufgewachsen. Immer wieder, wenn es ihre Zeit als Hamburger Kultursenatorin erlaubte, besuchte Barbara Kisseler ihre Familie in der Ortschaft Heide nahe der Stadtgrenze zu Wipperfürth. Am vorigen Freitag ist sie nach langer schwerer Krankheit gestorben. Sie wurde 67 Jahre alt.

Von 1955 bis 1959 besuchte sie die schon längst nicht mehr existierende Katholische Grundschule Bever. Danach wechselte sie aufs Wipperfürther St.-Angela-Gymnasium, wo sie 1970 ihr Abitur machte. Vor mehr als 40 Jahren hatte sie dann das Elternhaus verlassen.

Nach dem Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft in Köln gelangte die Hückeswagenerin, die am 8. September 1949 im niederrheinischen Kleve geboren worden war, über Bonn, Hilden, Düsseldorf und Hannover im Jahr 2003 nach Berlin. Bis November 2006 war sie Staatssekretärin für Kultur des Landes Berlin, dann stieg sie zur Chefin der Senatskanzlei auf. Da war der Kontakt zur Bundespolitik natürlich ganz eng.

So gehörte Barbara Kisseler im Bundestagswahlkampf 2009 zu den zehn Frauen, die der damalige SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, der heutige Bundesaußenminister, in sein Kompetenzteam aufgenommen hatte. Der Schwerpunkt von Barbara Kisseler war Kultur. Steinmeier verlor die Wahl allerdings gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel, und Barbara Kisseler schaffte es somit nicht ins Kabinett.

Die Karriere von Barbara Kisseler nahm dennoch weiter Fahrt auf, denn nach dem Wahlsieg 2011 ernannte der Erste Bürgermeister von Hamburg Olaf Scholz sie zur Kultursenatorin. Am vorigen Freitag erlag die parteilose Politikerin einer schweren Krebs-Erkrankung.

(büba)
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