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Hückeswagen
Inklusion ist ein Weg der vielen kleinen Schritte

Hückeswagen. Der erst vor kurzem eingerichtete Arbeitskreis Inklusion kann bereits erste praktische Erfolge vermelden: Einem von ihm erarbeiteten und dann von den Grünen stellvertretend gestellten Antrag auf Umsetzung verschiedener kleinerer Maßnahmen für mehr Behindertenfreundlichkeit in Hückeswagen stimmte der Sozialausschuss in dieser Woche geschlossen zu. Von Brigitte Neuschäfer

Wie berichtet, ging es in dem Antrag um Dinge wie ein Hinweisschild am Jobcenter an der Marktstraße, mit dem Rollstuhlfahrer auf die Rampe am Haus hingewiesen werden, oder um eine kontrastreiche Markierung der Treppenstufen, die hoch zum Bürgerbüro im GBS-Bau am Bahnhofsplatz führen. In beiden Fällen wird sich die Stadt deswegen mit den Vermietern der Gebäude in Verbindung setzen, sagte Michael Kirch von der Verwaltung zu.

Keine Genehmigung von Dritten braucht die Stadt für andere in dem Antrag geforderte Arbeiten. Dazu gehören unter anderem die Ausschilderung von Behinderten-Parkplätzen mitsamt entsprechender Boden-Markierung oder ein Hinweis auf die Behinderten-Toilette, die im Neubau am Etapler Platz entsteht. Eine weitere Forderung ist eine Überarbeitung der städtischen Webseite mit dem Ziel, sie auch für unerfahrene Internet-Nutzer, ältere Menschen oder auch Sehbehinderte besser nutzbar zu machen.

Shirley Finster von den Grünen erläuterte im Ausschuss den Antrag und die Vorgehensweise im Arbeitskreis Inklusion. Deutlich wurde dabei: Um das Ziel der Inklusion in Hückeswagen besser zu erreichen als bisher, wird ein Weg der vielen kleinen Schritte gegangen, mit denen in der Summe doch viel erreicht werden kann, ohne dass gleich hohe Kosten entstünden. Finster: "Der Arbeitskreis möchte Anliegen der Bürger an eine behindertenfreundliche Stadt sammeln, konkretisieren und dann in die zuständigen politischen Gremien einbringen, damit sie auch umgesetzt werden."

Der Arbeitskreis ist nicht parteipolitisch orientiert, alle Ratsfraktionen sind eingebunden bzw. werden laufend über die Ergebnisse der Arbeit informiert. Die enge Zusammenarbeit mit dem Verein "Mittendrin" ist auch dadurch gewährleistet, dass der Vorsitzende Karl-Heinz Bobring für den Verein im Arbeitskreis mitwirkt.

Der Ausschuss-Vorsitzende Wilfried Hager (CDU) erinnerte noch einmal an die ursprüngliche Planung, die vorsah, dass der Arbeitskreis auch eine Prioritätenliste für die von ihm geforderten Vorhaben erstellt und die Verwaltung auf dieser Basis die Kosten für die einzelnen Projekte ermittelt. Auch damit werde sich der Arbeitskreis weiter befassen, sicherte Shirley Finster zu.

Quelle: RP
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