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Hückeswagen
Jetzt wird's Zeit für die Winterreifen

Hückeswagen: Jetzt wird's Zeit für die Winterreifen
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Hückeswagen. Von Frost oder Schnee ist zwar noch keine Spur, die Temperaturen rutschen aber in den einstelligen Bereich. Experten raten daher, jetzt die Winterreifen aufzuziehen. Von Wolfgang Weitzdörfer

Draußen wird's kälter, nasser und abends deutlich früher dunkler. Es ist unweigerlich Herbst. Und damit kommt die Zeit, in der die Straßenverhältnisse schlechter werden und es Zeit wird, am Auto die Sommer- gegen die Winterreifen zu tauschen. Denn, was viele Autofahrer nicht wissen: Winterreifen sorgen nicht nur bei Schnee und Glatteis für sichereren Halt auf den Straßen.

Das sagt Andreas Lenger, Niederlassungsleiter bei Gummi Berger, An der Schlossfabrik: "Jetzt im Oktober ist die absolut richtige Zeit für den Reifenwechsel. Denn nicht die Witterung ist entscheidend, sondern alleine die Temperatur." Wenn es morgens konstant weniger als sieben Grad Außentemperatur sind, sollten auf den Autos Winterreifen aufgezogen sein. Denn: "Das Bremsverhalten der Winterreifen ist bei niedrigen Temperaturen ganz anders. Sommerreifen greifen dann nicht mehr richtig." Und wenn dann noch eine nasse Straßenoberfläche und gegebenenfalls Laub dazukommen, kann es ganz schnell sehr rutschig werden. So steigt die Unfallgefahr immens. Wer nun nicht selbst Hand anlegen will, lässt den Reifenwechsel beim Fachmann erledigen. Bei Gummi Berger muss man derzeit für den Reifenwechsel ein wenig Zeit mitbringen, sagt Lenger: "Wir haben einen Vorlauf von etwa zwei Wochen."

Es sind vor allem Stammkunden, die schon etwas älter sind, die im Moment ihren Autos die Winterreifen aufziehen lassen. "In der ersten Herbstferienwoche war es ja ein bisschen kälter, da ging das Telefon richtig oft. Jetzt haben wir aber immer noch gut zu tun", sagt Lenger. Davon, bis zum ersten Frost zu warten, hält der Experte nichts. "Es gibt in Deutschland allerdings kein Gesetz zur Winterbereifung, wie das beispielsweise in Österreich der Fall ist. Da kostet es richtig viel Geld, wenn man nach Mitte Oktober mit Sommerreifen erwischt wird." Hierzulande gibt es dagegen nur die schwammige Formulierung der "angemessenen Bereifung". Die alte Faustregel "von O bis O" - von Oktober bis Ostern - habe sich aber noch immer bewährt, sagt Lenger.

Auch bei Auto Grünwald an der Industriestraße sind schon viele Kunden zum Reifenwechsel gekommen. "Insgesamt ist die Lage aber noch relativ entspannt", sagt Chef Stefan Grünwald. Auch er rät von zu langem Warten ab. Neben der Gefahr eines spontanen Wintereinbruchs gibt Grünwald einen weiteren Punkt zu bedenken: "Wenn die Wintersaison richtig angefangen hat, kann es auch schon einmal zu Lieferengpässen kommen - mitunter muss man dann länger auf neue Reifen warten."

Wer seine Reifen indes gewechselt bekommen hat, sollte die Schrauben nach 50 gefahrenen Kilometern nachziehen: "Diese einfache Vorsichtsmaßnahme hilft, Unfälle zu vermeiden", sagt Grünwald. Außerdem sollte man zum Schutz vor Salz und Matsch bei Stahlfelgen Radkappen anbringen.

Grünwald betont zudem die Wichtigkeit der richtigen Lagerung von Autoreifen. "Kompletträder sollte man niemals aufrecht stehend lagern, sondern immer liegend", rät der Wiehagener Kfz-Experte. Die beste Lösung sei der Felgenbaum, denn da lägen die Reifen nicht aufeinander, womit wiederum Druck vom Material genommen würde. "Man kann die Räder allerdings durchaus für ein halbes Jahr aufeinanderliegend lagern, in der Regel passiert da nichts", beruhigt Grünwald.

Sehr gut bewährt habe sich auch das Aufhängen der Räder an der Wand - dafür sollte man aber auf jeden Fall nur das passende Material verwenden.

Quelle: RP
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