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Hückeswagen
Jörg Blumberg zieht's auch nach West 2

Hückeswagen: Jörg Blumberg zieht's auch nach West 2
Jörg Blumberg (47) hat die Enge in Scheideweg mit einer großzügigen Halle im Gewerbegebiet West 2 getauscht. Diese können sich Besucher noch heute beim Tag der offenen Tür ansehen. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Hückeswagen. Der Meisterbetrieb von Jörg Blumberg ist umgezogen. Aus Platzgründen zog es den Installateur, der jetzt und in Zukunft auf Erdwärme setzt, vor kurzem an die Heinrich-Schicht-Straße ins Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg (West 2). Von Wolfgang Weitzdörfer

Zehn Jahre gibt es den Meisterbetrieb Jörg Blumberg mittlerweile. Von seiner Gründung bis 2008 war der Sanitärbetrieb in Braßhagen ansässig, anschließend hatte er seine Geschäftsräume in Scheideweg. "Wir sind aber dann aus allen Nähten geplatzt", sagt Geschäftsführer Jörg Blumberg. "Es ist jetzt alles sehr viel einfacher hier in Winterhagen. Endlich haben wir wieder den ganz ungetrübten Überblick über die ganzen Firmenangelegenheiten."

Von der Miete ging es ins jetzt ins Eigentum an der Heinrich-Schicht-Straße. "Es war noch eine Bauparzelle in Winterhagen frei. Und da die Zusammenarbeit mit der Stadt auch super geklappt hat, haben wir schnell zugeschlagen", erzählt Blumberg. Zuvor hatte er sich etwa ein Jahr lang umgehört, wo denn in Hückeswagen noch Baugrund zur Verfügung stünde.

Der 47-Jährige ist in eine Handwerkerfamilie geboren. Für den Hückeswagener war immer schon klar, später auch in diesem Bereich beruflich tätig zu werden: "Das Handwerk war für mich auch ein kleines bisschen Leidenschaft", sagt er. Diese merken seit gestern die Besucher bei den beiden Tagen der Offenen Tür. Vor den neuen Geschäftsräumen steht ein großer Bohrer, der ihnen zeigen soll, wie Erdwärme geschaffen und genutzt werden kann. Seine Mitarbeiter und die Kollegen der Zulieferer-Firma Max Weishaupt aus Neuss wollen dabei die Technik präsentieren.

Acht Mitarbeiter, sieben davon im Handwerk und zusätzlich eine Bürokraft, kümmern sich zusammen mit dem Chef darum, dass in den Haushalten der Region die Heizungen laufen. Dabei spielt Individualität eine große Rolle, wie der Firmeninhaber sagt: "Es kommt immer auf den Einzelfall an. Wenn jetzt jemand zu mir kommt, der gerade sein Grundstück und den Garten neu angelegt hat, dann werde ich dem natürlich keine Erdbohrung verkaufen."

Allerdings sieht er die Zukunft schon im Bereich der Wärmepumpen: "In zehn Jahren wird die Erdwärme Standard sein", glaubt er. Der Ölpreis sei zwar im Moment günstig - aber das Öl eben nicht unbegrenzt verfügbar. Auch die Förderungen von der Bundesregierung seien nicht unerheblich. Bei Anschaffungskosten von rund 24 000 Euro erhalte man bis zu 5000 Euro Förderung vom Staat. "Die höchsten Förderquoten kann man bekommen, wenn man die Erdwärme mit Solar kombiniert", betont Blumberg, der selbst im Eigenheim eine Heizung hat, die auf Erdwärmegewinnung basiert: "Alleine schon aus umwelttechnischen Gründen ist das sinnvoll." Allerdings sei ihm auch bewusst, dass sich das nicht jeder Haushalt leisten könne.

Die Bohrmaschine, die vor den Geschäftsräumen aufgebaut ist, soll den potenziellen Kunden zeigen, welcher Aufwand nötig ist, um auf dem eigenen Grundstück eine Wärmepumpe zu installieren. Die Maschine ist groß, wie ein Industriekran sieht sie aus. Aber die Löcher, die gebohrt werden müssen, gehen bis zu 100 Meter tief. Das ist im Übrigen auch nicht überall erlaubt. Es ist aber ein Aufwand, der sich rechnet, sagt der Fachmann: "Die Installation lohnt sich: Für ein Kilowatt an Energie, das man aufwendet, bringt die Wärmepumpe wieder 4,8 Kilowatt rein. Die Technik ist da mittlerweile sehr weit entwickelt", betont Blumberg.

Quelle: RP
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