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Hückeswagen
Jürgen Thiel (UWG) sorgt für Eklat

Hückeswagen. Es war nur ein kurzer Nebensatz, den Jürgen Thiel in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Anfang der Woche fallen ließ. Aber der hatte es in sich. Zog sich der UWG-Ratsherr doch damit den Unmut der anderen Politiker zu. In der Diskussion um die Zahl der Ratsmitglieder für die kommende Wahlperiode (die BM berichtete) hatte sich Thiel für seine Fraktion auf die Reduzierung auf 32 ausgesprochen. Dabei sagte er, dass man überall sparen könne, doch käme jetzt viel Arbeit auf den Rat zu. Um seine Position zu unterstreichen, sagte er den Satz, der zum Eklat führte: "In den letzten zwei Jahren ist viel Arbeit liegengeblieben."

Vertreter der anderen Parteien sahen das als Affront gegenüber der Stadtverwaltung, die - wie CDU-Fraktionschef Christian Schütte betonte - das umsetzt, was die Politik beschließt. "Diese Aussage ist ein Schlag ins Gesicht der Verwaltung", sagte Schütte. Auch Bürgermeister Dietmar Persian widersprach Thiel.

Besonders deutlich distanzierte sich der ehemalige FaB-Fraktionschef Ralf Thiel, dessen Frau seine Nachfolgerin ist und im Ausschuss saß, von Jürgen Thiels Äußerung. In einer Pressemitteilung an unsere Redaktion schrieb Ralf Thiel: "Im Nachgang zu all meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten und der Ehre meiner Familie stelle ich Folgendes fest: Das (...) Verhalten eines ,Mitgliedes der Familie von Herrn Jürgen Thiel' trifft bei meiner Familie auf großes Unverständnis. In der ,Sache' kann man in einem demokratisch gewählten Gremium hart diskutieren, aber nicht mit einem ,Gossenjargon' irgendwelche Personen beschimpfen." Er und die Mitglieder seiner Familie distanzierten sich davon aufs Äußerste.

(büba)
 
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