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Hückeswagen
Jugendreferent Carlos Chala hört auf

Hückeswagen: Jugendreferent Carlos Chala hört auf
Carlos Chala ist seit März vorigen Jahres der Jugendreferent der Evangelischen Kirchengemeinden Hückeswagen und Bergisch Born. FOTO: Moll (archiv)
Hückeswagen. Er hat seinen Vertrag bereits gekündigt. Das Presbyterium trifft sich heute. Von Joachim Rüttgen

Die Evangelische Kirchengemeinde muss sich einen neuen Jugendreferenten suchen. Carlos Chala hat seinen Vertrag zum 31. Juli gekündigt. Das bestätigte der 48-Jährige gestern im Gespräch mit unserer Redaktion. Erst im April 2015 war der gebürtige Südamerikaner in sein Amt für die Gemeinden in Hückeswagen und Bergisch Born eingeführt worden. Chala hatte die Stelle nach einer sechsmonatigen Vakanz von Tobias Häde übernommen. Jetzt ist Ende Juli Schluss.

"Ich brauche eine neue Perspektive", sagt er. Deshalb schaue er sich intensiv um. Was er genau machen werde, wisse er noch nicht. Viel erzählen über die Gründe für seinen Schritt möchte er nicht. Nur so viel: Richtig glücklich sei er nicht geworden. "Mehr möchte ich nicht sagen, sonst könnte man viel hinein interpretieren", sagt Chala. Es muss einiges passiert sein, denn gestern klang der Jugendreferent wenig optimistisch, eher gedrückt und enttäuscht. Dabei wollte er mit Ehefrau und drei Töchtern in Hückeswagen sesshaft werden. Aus finanziellen Gründen war sein Vertrag bis 28. Februar 2018 befristet, sollte aber nach den Wünschen des Presbyteriums verlängert werden.

Die Stelle wird von den Evangelischen Kirchengemeinden Hückeswagen und Bergisch Born, CVJM, Gefährdetenhilfe Scheideweg und dem 2011 eigens zur Sicherung der Stelle gegründeten Vereins "Zukunft Jugend" finanziert.

Pfarrer Reimund Lenth, Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Hückeswagen, zeigt sich nicht ganz so überrascht. "Chala hatte mal davon gesprochen, dass er sich umorientieren wolle, aber dieser Schritt war doch nicht zu erwarten. Über die Gründe für die Kündigung möchte ich aber nicht spekulieren", sagt er. Heute Abend steht das Thema auf der Tagesordnung der Presbyteriumssitzung. "Hier müssen wir zumindest schon mal eine erste Tendenz festlegen, wohin es gehen soll", sagt Lenth. "Wir werden grundsätzlich mit den Geldgebern über die Stelle sprechen müssen." Fest steht, dass die Jugendarbeit bis zu den Sommerferien gesichert ist. Auch die Freizeit Anfang August findet statt - allerdings ohne Chala. Für ihn übernimmt Pfarrer Martin Haupt-Schott die Leitung.

Lenth könnte sich vorstellen, dass die Kooperationspartner zur Finanzierung der Stelle für eine schnelle Neuanstellung plädieren. "Denn die beteiligten Gemeinden legen Wert auf kirchliche Jugendarbeit. Die Jugend ist unsere Zukunft. Wir wollen sie vom Evangelium überzeugen", sagt er.

Für ihn gehe es also vor allem um die Frage, ob die Stelle finanziell gestemmt werden kann. Und hierzu solle das Presbyterium gleich heute eine erste Einschätzung abgeben.

Quelle: RP
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