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Heisser Draht
Keine Chance für preiswerte Lösung für Museumseingang

Heisser Draht: Keine Chance für preiswerte Lösung für Museumseingang
Eine beschichtet Schräge statt einer Treppe - das ist der Vorschlag eines BM-Lesers. FOTO: Müller/Stadt
Hückeswagen. Hückeswagen (büba) Einen pragmatischen Vorschlag in Sachen barrierefreier Zugang zum Heimatmuseum hat Heinrich Dammann gemacht. Der Hückeswagener schlägt vor, die gesamte Treppe durch eine Schräge mit rutschfestem Belag zu ersetzen. "Dann können alle hoch, und der Gesunde wird wohl eine Schräge hochgehen können", sagt er. Eine solche Holzkonstruktion lasse sich mit Sicherheit sehr preiswert erstellen.

So einfach und vor allem preiswert das Vorgeschlagene auch sein mag, hat es doch keine Chance auf Realisierung. Die Gründe dazu erläutert Dieter Klewinghaus, Leiter des Regionalen Gebäudemanagements bei der Stadtverwaltung. "Ein Rampe für Rollstühle darf nur ein maximales Gefälle von sechs Prozent haben", erläutert er. Da die Treppe im Eingangsbereich des Museums 60 Zentimeter hoch ist, würde das eine Rampe von zehn Metern Länge bedeuten - bis zur Eingangstür sind's jedoch gerade einmal zwei.

Zweiter Punkt: Aus Brandschutzgründen darf eine Treppe oder Rampe nicht aus brennbarem Material sein. Eine Holzrampe wäre somit nicht möglich. Zudem müssten bei einer solchen Hilfe, wie Dammann sie vorschlägt, und angesichts der Steilheit die Rollstuhlfahrer immer noch hinaufgeschoben werden. Klewinghaus: "Aber genau das soll ja nicht sein. Die Gehbehindertensollen die Möglichkeit bekommen, alleine ins Heimatmuseum zu gelangen."

Diese günstige und preiswerte Lösung wird somit wohl nicht in die Realität umgesetzt.

Quelle: RP
 
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