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Heisser Draht
Keine Toiletten beim "Hüttenzauber"

Heisser Draht: Keine Toiletten beim "Hüttenzauber"
Heimelige Stimmung, aber kein öffentliches, stilles Örtchen. FOTO: heka (archiv)
Hückeswagen. Besucher fragen verstärkt in Geschäften nach Toiletten. Stadtmarketing spricht sich mit Gastronomen ab. Zusätzliche Toiletten würden Standmieten erhöhen. Von Joachim Rüttgen

Besucher beim "Hüttenzauber" haben sich beschwert, dass es beim Hückeswagener Weihnachtsmarkt keine öffentlichen Toiletten gab. In mehreren Geschäften soll es vermehrt Anfragen von Besuchern gegeben haben, ob sie dort die Toiletten nutzen dürfen, was dort nach BM-Informationen wiederum zu einigem Unmut geführt haben soll.

Roland Kissau vom Ordnungsamt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es in Hückeswagen zum "Hüttenzauber" noch nie öffentliche Toiletten gab. Das öffentliche Örtchen am Straßenverkehrsamt wurde abgebaut, und das am Schloss wird nur bei Veranstaltungen, die unmittelbar am Schloss stattfinden, geöffnet. "Dafür haben alle Lokale und Gaststätten zum ,Hüttenzauber' geöffnet. Wer da nett fragt, darf sicher die Toilette benutzen. Ich habe das selber so praktiziert", berichtet Kissau. Öffentliche Toiletten, in welcher Form auch immer (Dixi-Klos, Toilettenwagen), würden richtig Geld kosten. "Ob das dann noch zum Flair eines Weihnachtsmarktes gehört, wage ich zumindest zu bezweifeln", sagt er. Es gebe von Seiten der Stadt auch keine Überlegungen, künftig öffentliche Toiletten zum "Hüttenzauber" aufzustellen, außerdem sei das ja auch eine Veranstaltung des Stadtmarketings.

Weihnachtsmärkte 2015 im Bergischen Land FOTO: Kempner, Martin

Dessen Geschäftsführerin Monika Winter hört zum ersten Mal, dass es Kritik an fehlenden öffentlichen Toiletten gegeben haben soll. "Wir halten das auch nicht für nötig, denn wir haben ein gute Übereinkunft mit unseren Gastronomen, die die Toiletten für Kunden zum Nulltarif anbieten und für Nichtkunden meist 50 Cent verlangen", berichtet sie. Öffentliche Toiletten habe es zum "Hüttenzauber" noch nie gegeben, und eben auch keine Beschwerden. "Deshalb ist das auch keine Überlegung wert für uns, denn sonst müssten wir ganz bestimmt die Standmieten für die Buden erhöhen. Und das wollen wir nicht", sagt Monika Winter.

Quelle: RP
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