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Hückeswagen
kfd-Karneval ist fruchtig, lustig, bunt

Hückeswagen: kfd-Karneval ist fruchtig, lustig, bunt
(Fast) allein unter Frauen: Diakon Burkhard Wittwer war einer der wenigen Männer, die sich auf die Frauensitzung der kfd "trauten". Bereuen musste er das aber nicht, ebenso wenig wir die fast 150 "jecken Wiever". FOTO: Hertgen
Hückeswagen. Unter dem Motto "freche Früchtchen" feierten die kfd-Frauen am Sonntagnachmittag gemeinsam mit 150 "jecken Wievern" ihre Karnevalssitzung. In der Bütt und auf der Bühne im Kolpinghaus nahmen sie kein Blatt vor den Mund. Von Heike Karsten

Die Ideen gehen den Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) nicht aus. Auch in diesem Jahr stellten die Akteurinnen bei der 44. Frauensitzung ein buntes Programm auf die Beine, das sich sehen lassen konnte. Passend zum Motto "Freche Früchtchen" als Apfel, Birne, Erdbeere, Zitrone oder Pflaume verkleidet, unterhielten sie die 150 Frauen im ausverkauften Kolpinghaussaal vier Stunden lang.

Eröffnet wurde das Bühnenprogramm vor selbst gemalter Kulisse mit einem Bananentanz. Es folgten weitere Tänze, Sketche und Büttenreden, die es in sich hatten. "Was die hier auf die Beine stellen als Laien, ist schon toll", sagte Zuschauerin Ulrike van Tuinen. Für sie war es der erste Besuch einer kfd-Frauensitzung in Hückeswagen. "Man kommt ja auch schwer an Karten", sagte sie über die seit Jahrzehnten beliebte und daher meist ausverkaufte Sitzung.

Einige wenige Männer tauchten dann doch zwischen den schunkelnden Frauenreihen auf. Pfarrer Marc D. Klein, Kaplan Pater Vincent Chacko und Diakon Burkhard Wittwer waren als Ehrengäste geladen. Das hinderte Beate Knecht jedoch nicht daran, das Seelsorgeteam in ihrer Büttenrede kräftig auf die Schippe zu nehmen. Aufgrund des 50. Geburtstags von Pfarrer Klein sei es jetzt Zeit für Seniorenteller und die Apotheken-Umschau. Zudem passe beim neuen Pfarrvikar Michael Weiler der langsame Gang nicht zu seiner schnellen Sprache. "Jeder hat doch seine Macke, aber den haben wir jetzt zehn Jahre an der Backe", reimte sie locker drauf los.

Für Tontechniker Martin John und Musiker Reinhold Petrikat gab es ein gesungenes Loblied. Ihnen wurden auf der Bühne die selbst gebastelten Orden in Form eines Apfels für ihre Dienste verliehen. Lange konnten sich die Herren jedoch nicht im Applaus der Zuschauerinnen suhlen. "Könnt Ihr jetzt bitte wieder an die Arbeit gehen", scherzte Patricia Knecht, die die Sitzung zusammen mit Martina Teders moderierte, kess und passend zum frechen Früchtemotto der Frauensitzung.

Besonders viel Applaus erhielt das gespielte Märchen vom "Rotkäppchen - und was mit dem Wolf wirklich geschah", das aus aneinander gereihten Hits der Neuen Deutschen Welle bestand. Die Stimmung kochte so hoch, dass sich sogar ein Teil der Luftballon-Dekoration von der Saaldecke löste.

Während im Saal gesungen, gelacht und geschunkelt wurde, ging es im Nebenraum geschäftig zu. "Wir müssen uns so oft umziehen, dass wir vom Programm gar nicht viel mitbekommen", sagte Akteurin Nadine Osenberg. Während auf der Bühne ein Knieballett vorgeführt wurde, gingen Martina Teders und Dorothé Rupprecht noch einmal den Text ihres Sketches durch. "Das hilft aber nichts, wir hängen immer an der gleichen Stelle", verriet Teders schmunzelnd.

Nach einer letzten Tanzperformance in Schottenröcken hatten sich die kfd-Frauen den langen Applaus zum Abschluss dann redlich verdient. Zuschauerin Marion Blumberg fühlte sich pudelwohl auf der Frauensitzung. "Es war sehr schön und gemütlich, und die Frauen geben sich wirklich viel Mühe. Das muss man einfach honorieren", sagte die Hückeswagenerin zufrieden.

Quelle: RP
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