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Hückeswagen
Kinder erobern sich ihren Spielplatz zurück

Hückeswagen: Kinder erobern sich ihren Spielplatz zurück
Viel Betrieb herrschte gestern Morgen auf dem Spielplatz am Walkerweg: Die Stadt hat den Platz erneuert, jetzt können die kleinen Racker wieder nach Herzenslust toben und spielen. FOTO: peter meuter
Hückeswagen. Große Freude gestern Morgen am Walkerweg: Die Mädchen und Jungen durften die neuen Spielgeräte wieder in Beschlag nehmen. Von Wolfgang Weitzdörfer

Der Spielplatz am Walkerweg hat eine ideale Lage: am Ende einer Sackgasse in einer ruhigen Wohnsiedlung, dahinter nur noch die Wupper-Vorsperre. Mitte März war unter den Mitgliedern einer Facebook-Gruppe Unmut aufgekommen, weil der besonders bei Tagesmüttern und beim Kindergarten Rappelkiste (Bachstraße) sehr beliebte Spielplatz scheinbar demontiert wurde. Schnell klärte das Bauamt auf, dass Spielgeräte und Spielplatz erneuert und wiederhergerichtet würden.

Gestern Vormittag war es soweit: Der Spielplatz wurde von der stellvertretenden Bürgermeisterin Isabell Bever und Bauamtsmitarbeiterin Anja Kölsch mit zehn Kindern bei bestem Frühsommerwetter offiziell wiedereröffnet. Und die Kleinen nahmen den Spielplatz, der während der Arbeiten für einen guten Monat geschlossen war, direkt wieder in Besitz. "Wir sind sehr froh, dass wir wieder hierherkommen können, der Spielplatz ist wirklich sehr schön", sagte Iris Postler, die als Tagesmutter mit fünf Anderthalbjährigen gekommen war. Das neue Klettergerüst mit dem hohen Turm wurde von den Kindern sofort in Beschlag genommen - wenn auch meist mit Hilfe der Erwachsenen und auf wackeligen Beinchen. "Das alte Gerüst war nicht mehr sicher, das Holz war marode und morsch geworden. Daher mussten wir austauschen", sagte Kölsch, die mit der kleinen Emily über die schwankende Brücke balancierte.

Postler hielt den anderthalbjährigen Jan auf dem Arm. Der Kleine musste nach seinen ersten Erkundungsgängen ein wenig Kraft tanken. "Willst Du noch ein wenig kuscheln?", fragte Postler und schmunzelte. Aber nur wenig später strampelte sich Jan frei und begab sich in den Kies, der den Sand unterhalb des Klettergerüsts ersetzte. "Wir haben Kies verwendet, weil der nachgiebiger ist, wenn die Kinder stürzen", sagte Bever. Und der Sand sei auch gerade nach Regen knochenhart gewesen, meinte Kölsch. Zudem zeigte sich gestern, dass der Kies auch beliebtes Spielzeug für kleine Kinderhände ist. Neben dem Spielgerüst wurden auch die Schaukel und der Sandkasten erneuert. Im Sommer soll dann noch eine kleine Spielhütte aufgebaut werden, Gespräche mit dem Bauhof laufen.

Die Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung beobachteten zufrieden, wie die Kinder sich ihren Spielplatz "zurückeroberten". "Es ist uns wichtig, die Wünsche der Bürger vor Ort zu hören und zu sehen, was umgesetzt werden kann", sagte Bever und nahm sogleich die Anmerkung Postlers auf, die berichtete, dass Katzen wohl offensichtlich den Sandkasten schon als Toilette entdeckt hätten.

"Können wir da nicht eine Plane über Nacht drüberlegen? Ich wohne nebenan und könnte mich darum kümmern, dass sie morgens runter- und abends wieder draufkommt", regte die Tagesmutter an. Sie werde den Wunsch weitergeben, versprach Isabel Bever.

Quelle: RP
 
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