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Hückeswagen
Kinderdorf-Mitarbeiter treffen sich erstmals im Jugendzentrum

Hückeswagen. In den Sommerferien ist es wieder soweit. Vom 23. Juli bis 3. August öffnet das Kinderdorf am Jugendzentrum zum fünften Mal seine Pforten. Betreut werden bis zu 175 Kinder. Für die freiwilligen Helfer gab es jetzt einen ersten Informationsabend. 25 Interessierte waren gekommen, darunter viele Jugendliche, aber auch erfahrene Werkstattleiter sowie zwei Vertreter der Jägerschaft Hückeswagen, die in diesem Jahr Exkursionen in die Tierwelt anbieten wird. Stadtjugendpflegerin Andrea Poranzke erklärte den Ablauf der zweiwöchigen Veranstaltung und worauf besonders zu achten ist. Die Erfahrungen aus den vorherigen Jahren haben gezeigt, wo es gut läuft und was verbessert werden kann. Von Heike Karsten

Eine Herausforderung sei das Inklusions- und Integrationsprojekt für alle Mitarbeiter. "Im vergangenen Jahr waren 22 Kinder aus Flüchtlingsfamilien mit dabei. Die Mädels haben sich sehr wohl gefühlt, denn sie wurden ganz anders akzeptiert, als es in ihrer eigenen Kultur üblich ist", sagte Poranzke. Im Umkehrschluss ist es für die Jungen schwer, sich von Frauen etwas sagen zu lassen. "Es ist ein langer Lernprozess, zu dem wir beitragen können", sagte die JuZe-Leiterin. Ebenso sei die Mitarbeit eine Chance für junge Menschen, sich zu beweisen. Das Mindestalter sollte zwar 16 Jahre betragen. Viele Kinderdorf-Kinder, die zu alt dafür geworden sind, möchten aber als Helfer weiter mitmachen. Für sie sei es eine gute Gelegenheit, ins Arbeitsleben hineinzuschnuppern. Verlangt werden Fleiß, Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit, denn für die Mitarbeit gibt es einen Obolus. "Allein mit Ehrenamtlern kann man so ein großes Projekt nicht stemmen. Die Mitarbeiter erbringen ja auch Leistungen", sagte Poranzke.

Schulsozialarbeiterin Katja Hüttenschmidt appellierte an die Anwesenden, eine Vorbildfunktion zu sein - sei es beim Ausziehen der Schuhe vor der Sporthalle oder auch beim sparsamen Umgang mit dem Handy.

Für die fünfte Kinderdorf-Auflage sind 24 Werkstätten, darunter eine neue Programmier-Werkstatt, sowie mehrere Ausflüge geplant. 2017 hat das Kinderdorf 47.000 Euro gekostet. "Diese Summe müssen wir ohne bestehendes Budget bis zum Sommer zusammenbekommen", sagte Poranzke. Dazu wurden Unternehmen und Stiftungen angeschrieben. Die Rückmeldungen seien vielversprechend - und auch die Haribo-Stiftung habe der Förderung von vier Projekten zugestimmt. "Die Zusage kam erst heute", sagte die JuZe-Leiterin bestens gelaunt.

Gesucht werden jetzt noch weitere Mitarbeiter für das Kinderdorf, wie auch für das Jugendzentrum, vornehmlich mit pädagogischer Erfahrung.

Kontakt per Tel. 851056 oder per E-Mail: info@jugendtreff-hw.de

Quelle: RP
 
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