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Hückeswagen
Kino-Nachmittag mit zwei Tykwer-Filmen

Hückeswagen. Auch im neuen Jahr setzt das Kultur-Haus Zach seine Reihe der Kino-Events fort. Am kommenden Sonntag, 10. Januar, steht aber nicht wie bisher ein Schauspieler im Vordergrund, sondern ein Regisseur. Bei der ersten Veranstaltung in 2016 werden zwei der bekanntesten Filme des bergischen Regisseurs Tom Tykwer gezeigt. Beginn ist um 14.30 Uhr.

Tykwer wurde am 23. Mai 1965 in Wuppertal geboren und ist einer der bekanntesten deutschen Filmregisseure, Drehbuchautoren, Filmproduzenten und Filmkomponisten. Bereits mit elf Jahren drehte er seine ersten Super-8-Filme. 1985 zog er von seiner bergischen Heimatstadt nach Berlin, begann ein Philosophiestudium und jobbte in Programmkinos als Filmvorführer. 1988 übernahm er die Programmgestaltung eines Berliner Kinos, das er bis Ende der 1990er Jahre leitete. 1994 gründete Tykwer gemeinsam mit Stefan Arndt, Wolfgang Becker und Dani Levy eine eigene Produktionsfirma.

Bereits die dritte große Produktion seiner Firma, ein Actionthriller mit Franka Potente und Moritz Bleibtreu in den Hauptrollen, wurde 1998 ein großer Publikumserfolg. Dieser Film wird am Sonntag im Kultur-Haus Zach, Islandstraße 5-7, gezeigt. Der Film behandelt eine Zeitspanne von 20 Minuten, die dreimal, aber immer aus unterschiedlichen Perspektiven mit anderen Details, gezeigt wird.

Ein Mann arbeitet als Kurier für einen Hehler und ruft aus einer Telefonzelle seine Frau an. Er hat versehentlich einen Stoffbeutel mit 100.000 Mark in der U-Bahn liegen lassen und konnte nur noch sehen, wie ein anderer den Beutel mit dem Geld findet. Jetzt setzt er auf die Hilfe seiner Frau, da 20 Minuten später das Geld an den Auftraggeber übergeben werden soll.

Der zweite am Sonntag zu sehende Film stammt aus dem Jahr 2000, war der offizielle Wettbewerbsbeitrag bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig und wurde mit dem Deutschen Filmpreis 2001 in Silber ausgezeichnet. Tykwer bezeichnet diesen Film gerne als "Heimatfilm", da er ihn überwiegend in seiner Heimatstadt Wuppertal gedreht hat. So tauchen immer wieder markante Stellen wie die Schwebebahn oder das Wuppertaler Sparkassenhochhaus als Filmkulisse auf. Inhaltlich geht es um einen Ex-Soldaten, der eine Krankenschwester bei einem Unfall rettet. Nach der Genesung macht sich diese auf, um ihren Retter wiederzusehen.

In der Pause zwischen den Filmen werden die Kino-Gäste mit Waffeln und Kaffee versorgt. Karten zum Preis von neun Euro gibt es im Vorverkauf in der Bergischen Buchhandlung, bei Schreib- und Bürobedarf Cannoletta sowie online unter www.kultur-haus-zach.tickets.de. An der Kino-Kasse kosten sie elf Euro. Im Preis enthalten ist eine Waffel und Kaffee in der Pause. Die Filmtitel dürfen aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden.

(rue)
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