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Hückeswagen
Kirchenkreis Lennep bezieht seine neuen Verwaltungsräume

Hückeswagen. Mit einem Gottesdienst wurde das zentrale Amt an der Remscheider Schulgasse eingeweiht. Ansprechpartner für Gemeindeglieder sind die Vor-Ort-Büros. Von Stefanie Bona

1200 Kartons sind in den vergangenen Tagen von Remscheid nach Lennep und in die umgekehrte Richtung gereist oder wurden in den Büros der 18 zum Evangelischen Kirchenkreis Lennep gehörenden Gemeinden, darunter auch die Hückeswagener, eingesammelt und zum neuen Kreiskirchlichen Verwaltungsamt gebracht. Am Freitag wurde der Start mit einem Gottesdienst in der evangelischen Stadtkirche Remscheid gefeiert. Das neue Amt hat 63 Beschäftigte, die in großer Zahl die von Superintendent Hartmut Demski geleitete Andacht besuchten. Bis auf Simone Burghoff und Heidi Hübing, die jetzt das Hückeswagener Vor-Ort-Büro betreuen werden, wechselten sämtliche Mitarbeiter des Gemeindeamts von der Kölner Straße 34 nach Remscheid (die BM berichtete).

Der Kirchenkreis folgt mit seinem zentralen Amt den Vorgaben der Landeskirche, die eine Zentralisierung bei der Verwaltung vorgegeben hatte. Die bislang bei den Kirchengemeinden in Remscheid, Wermelskirchen, Radevormwald und Hückeswagen beschäftigten Mitarbeiter haben nunmehr im Kirchenkreis einen neuen Arbeitgeber.

Die Personal- und Finanzabteilung, die Zentralen Dienste und Frank Busch als Leiter des Verwaltungsamtes sind in den Büros in der Remscheider Schulgasse angesiedelt. Die Abteilungen Gemeindenahe Dienste, Bau- und Liegenschaften sowie Friedhöfe haben ihren Standort im Haus der Kirche an der Lenneper Geschwister-Scholl-Straße, wo weiterhin der Superintendent sein Büro hat.

Hartmut Demski verhehlte nicht, dass die Umstellung manchem Mitarbeiter Sorge bereitet habe. Nun müsse man noch stärker als bisher aufeinander zugehen, war einer seiner Gedanken in den Fürbitten am Ende des Gottesdienstes. Für die Gemeindeglieder werde sich durch die neuen Strukturen nicht viel ändern. Erster Ansprechpartner für ihre Anliegen seien weiterhin die Mitarbeiter in den Vor-Ort-Büros der Kirchengemeinden.

Amtsleiter Frank Busch hat seine Berufslaufbahn vor 28 Jahren mit einer Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Evangelischen Kirchengemeinde Lennep begonnen. Er sieht nach dem anfänglichen Umstellungsprozess zahlreiche Vorteile durch das Verwaltungsamt. Die Zeiten, in denen ein Gemeindebüro nicht besetzt sei - was durch Urlaubs- und Krankheitszeiten und durch eingeschränkte Öffnungszeiten vorgekommen sei - könnten jetzt durch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern in der Zentrale überbrückt werden. "Es gibt immer eine Rufumleitung. Kein Anruf bei einem Gemeindebüro wird mehr ins Leere laufen", versprach er.

Ein Zugewinn sei auch das gebündelte Know-how. Zum 1. Juli wird noch ein Baufachmann seine Arbeit im Verwaltungsamt aufnehmen. Auf dessen Unterstützung können die Kirchengemeinden demnächst bei ihren Bau- und Sanierungsvorhaben zurückgreifen. Busch will im Laufe des Jahres alle Gemeinde besuchen und sich über die ersten Erfahrungen austauschen. "Dann wird man sehen, wo man vielleicht noch nachjustieren muss."

Quelle: RP
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