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Hückeswagen
Konzert im Kolumbarium macht Freude und Hoffnung

Hückeswagen. Erst als der letzte Ton verklungen war, bedankten sich die knapp 100 Zuschauer am Sonntagabend bei den Akteuren des Chor- und Orgelkonzerts im Kolumbarium mit einem langanhaltenden Applaus. Das Konzert zum Ende des Kirchenjahres stand unter dem Motto "In deiner Hand". Die Evangelische Kantorei und der Jugendchor Hückeswagen traten gemeinsam mit dem Paul-Gerhardt-Chor aus Radevormwald auf. Dirigiert wurden die Chöre von Ingrid Kammerer und Martin Scheibner.

"Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn man über das Ende des irdischen Lebens nachdenkt, braucht es den Zuspruch Gottes", sagte Kammerer. Die Musik solle Hoffnung, Zuversicht und Freude bringen. So starteten die Erwachsenen mit dem passenden Titel "Deine Hand starker Gott". Das folgende Repertoire deckte verschiedene Stilrichtungen ab - von Johann Sebastian Bach über klassische und christliche Abendlieder bis zu zeitgenössischem Kirchengesang.

Der Jugendchor begann zurückhaltend mit zarten Stimmen, wurde dann jedoch immer sicherer und singfreudiger - insbesondere bei den englischsprachigen Liedern wie "Sing and pray" oder "Jesus be a fence". "Ich freue mich besonders, dass der Jugendchor heute mitsingt", sagte Ingrid Kammerer. Einige Sängerinnen hatten eine Doppelrolle und begleiteten die Chorsätze mit Violine und Flöte. Kurze Lesetexte wie auch Instrumentalstücke, gespielt von Stefan Kammerer an der Ibach-Orgel, rundeten das gut einstündige Programm ab. Lediglich die Abstimmung zwischen Chorgesang und Orgelbegleitung war durch die Entfernung der beiden Klangkörper schwer zu perfektionieren.

Die Auswahl der Beiträge hingegen passte sich perfekt dem Thema an. So gingen der besinnliche Text und die weichen Harmonien von "Meine Zeit steht in deinen Händen" unter die Haut, wie auch das fulminante Finale mit allen Sängern nebst Orgelbegleitung. Den Zuschauern Agnes Lochmann und Dieter Schümann gefiel das Konzert sehr gut. "Das ist ein schöner Raum dafür. Wir besuchen oft Konzerte hier, auch schon bevor die Kirche zum Kolumbarium umgebaut wurde", sagte Dieter Schümann. Für den Witwer sind es ganz besondere Momente, da seine Frau im Kolumbarium beigesetzt wurde. "So kann ich die Konzerte mit ihr zusammen erleben", sagte der Hückeswagener. Auf Eintritt verzichteten die Akteure, es gab aber eine Kollekte.

(heka)
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