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Hückeswagen
Kooperationen bergen einiges an Einsparpotenzial

Hückeswagen. Vorrangiges Ziel der interkommunalen Zusammenarbeit von Hückeswagen und Wipperfürth ist die Kostenreduzierung. Zumindest beim zentralen Zahlungs- und Forderungsmanagement, der gemeinsamen Stadtkasse, liegen konkrete Zahlen vor.

Durch Einsparungen beim Personal- und Sachaufwand sowie verbesserten Gebührenerträgen stehen der Schloss-Stadt jährlich rund 35.000 Euro mehr zur Verfügung, für Wipperfürth hat der dortige Kämmerer Herbert Willms fast ein ähnlich hohes Einsparpotenzial ermittelt. Sein Fazit: "Das Projekt ,Stadtkasse' ist aus unserer Sicht ein voller Erfolg."

Ähnlich sah das Dieter Klewinghaus als Leiter des Regionalen Gebäudemanagements (RGM), das in beiden Städten rund 120 Gebäude betreut, darunter Schulen, Kindergärten, Feuerwachen, Verwaltungs- und Wohngebäude. Der Bilanzwert beträgt etwa 65 Millionen Euro. Aktuell umfasst das RGM 39 Mitarbeiter - 7,5 Vollzeitstellen weniger als zum Start. Beide Bürgermeister betonten auf Nachfragen aus der Politik, dass niemandem gekündigt worden sei. Vielmehr seien Stellen bei einem Ausscheiden der Mitarbeiter nicht neu besetzt worden. Harald Koppelberg, Fraktionschef der Wipperfürther UWG, bemerkte kritisch den Sanierungsstau in beiden Städten an. Klewinghaus versicherte, dass der nichts mit der geringeren Mitarbeiterzahl, sondern vielmehr mit den fehlenden Finanzmitteln zu tun habe. "Es ist aber nicht möglich, noch weiter an der Personalschraube zu drehen."

Konkrete Zahlen beim seit drei Jahren gemeinsam betriebenen Bauhof liegen voraussichtlich erst im Oktober 2017 vor. Das liegt laut Willms vor allem an dem neuen Umsatzsteuerrecht für Kommunen, das ab spätestens 2021 angewandt wird. So sei noch nicht klar, welche Leistungen des Bauhofs steuerpflichtig sind. Dietmar Persian betonte jedoch, dass der "Output" im Wegebau für Hückeswagen deutlich besser geworden sei. Bei der Grünflächenpflege hingegen seien die Standards herabgesetzt worden. Dazu sagte die Hückeswagener SPD-Ratsfrau Regine Gembler: "Dann müssen wir in eine andere Richtung agieren. Es gibt viele Beschwerden aus der Bevölkerung."

Das gemeinsame Stadtarchiv in der ehemaligen Alice-Salomon-Schule wurde erst im Mai eröffnet. So konnte Leiterin und Archivarin Sarah Steffens noch keine Zahlen nennen. Sie betonte aber, "das Gedächtnis der Städte interessierten Bürgern zugänglich zu machen".

(büba)
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