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Hückeswagen
Kreisel-Bau - K 1 wird wieder freigegeben

Hückeswagen: Kreisel-Bau - K 1 wird wieder freigegeben
Die K 1 dient noch als Baustofflager, soll aber bald wieder für den Verkehr freigegeben werden. FOTO: Moll
Hückeswagen. Der Bau des Wiehagener Kreisverkehrs liegt zwei Wochen hinter dem Zeitplan zurück, vor Weihnachten soll aber das ganze Projekt beendet sein. Gute Nachricht: Voraussichtlich Mitte nächster Woche wird die Sperrung der K 1 aufgehoben. Von Stephan Büllesbach

Die Tage der Sperrung sind gezählt: Anfang kommender Woche wird die Baustelle im Einmündungsbereich August-Lütgenau- / Blumen- / Wiehagener Straße / K 1 auf die andere Seite verlegt, und voraussichtlich Mitte der Woche ist die seit gut zwei Monaten zwischen dem Kreuzungsbereich und der Sperberstraße gesperrte Kreisstraße 1 wieder geöffnet. Zwar wird eine Vier-Phasen-Ampel aufgestellt (zurzeit sind's nur drei Phasen), aber die Autofahrer können dann wieder über die K 1 Richtung Remscheid fahren oder von dort nach Hückeswagen. Damit entfällt die Umleitung über Bergisch Born, und auch die Schleichfahrten über Busenbach und Braßhagen sollten ein Ende haben.

Ende dieser Woche ist nach Aussage von Projektleiter Thomas Lutz und Reiner Ludwigs, Leiter des Amtes für Planung und Straßen beim Oberbergischen Kreis, die erste Hälfte des künftigen Kreisverkehrs fertiggestellt. Das Halbrund auf der rechten Fahrbahn Richtung Wiehagen ist bereits als Kreisel zu erkennen. Sogar die Deckschicht ist aufgetragen, und der rechte Gehweg ist fast fertig gepflastert.

Allerdings sind die Bauarbeiten an dem Kreisverkehr, den die Kreisverwaltung in Auftrag gegeben hat, zwei Wochen im Verzug. Zum einen, berichtet Ludwigs, wurden bei den Erdarbeiten dann doch mehr Leitungen und Rohre im Boden gefunden, als zunächst vermutet. Zum anderen hat die BEW kurzfristig die Gelegenheit genutzt, in diesem Bereich die Versorgungsanschlüsse (Gas, Wasser, Strom) zu erneuern und, wie bereits an anderen Stellen in der Stadt, Lehrrohre für Glasfaserkabel zu verlegen. Die sollen bald für ein noch schnelleres Internet sorgen.

In der kommenden Woche beginnt die Remscheider Baufirma Dohrmann mit der zweiten Bauphase; insgesamt sind vier vorgesehen. Da aber auch schon die beiden Mittelinseln auf der August-Lütgenau- und der Wiehagener Straße angelegt sind, "sind wir schon weit mehr als zur Hälfte fertig", versichert Lutz.

Wenn die vierphasige Baustellenampel eingerichtet ist, wird der Verkehr über den jetzt fertiggestellten Teil des Kreisverkehrs geleitet. Die linke Spur (Richtung Wiehagen) wird dann gesperrt, und zunächst wird der Asphalt entfernt. Erneuert werden auch beide Bushaltestellen - beide erhalten neue Buswartehäuschen. Die in Fahrtrichtung Innenstadt in Höhe des Hochhauses Tulpenweg 1 gelegene Haltestelle wird ein paar Meter Richtung Wiehagen und zum Gebäude hin verlegt.

Der Kreisverkehr ist nötig geworden, weil die alte Ampelanlage zuletzt vor 20 Jahren grunderneuert worden war und jüngst nicht mehr richtig lief. Dass sich der Kreis als Baulastträger für einen Kreisel entschied, lag nicht nur an der großen Förderung durch das Land (s. Kasten), sondern auch an der Unfallstatistik: "Kreisverkehre haben sich bewährt", betont Ludwigs. Denn dort sei der Verkehr ständig im Fluss, während Autofahrer an Ampeln an Aufmerksamkeit verlören: "Ist rot, machen sie häufig etwas anderes im Auto", sagt Ludwig. Empirische Untersuchungen hätten ergeben, dass es in und an Kreisverkehren deutlich seltener zu Unfällen komme.

Trotz der Zeitverzögerung geht der Leiter des Kreisplanungsamtes davon aus, dass die Baustelle noch vor Weihnachten beendet ist und der Verkehr dann wieder ohne Ampel und Staus fließen kann. Dazu muss zwar auch das Wetter mitspielen. "Aber etwas Schnee ist kein Problem", versichert Dohrmann-Polier Ralf Aschenberg. Für die Asphaltierung müssen es mindestens fünf Grad sein, wovon alle Beteiligten zurzeit ausgehen. Ist es kälter beim Einbau des Asphalts, können sich die Schichten nicht verbinden, und die Deckschicht verliert an Elastizität.

Quelle: RP
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