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Hückeswagen
Kulturförderpreis 2017 geht an einen Ausnahmemusiker

Hückeswagen. Er ist Geiger, Komponist, Arrangeur, Liedtexter und Musikpädagoge: Joon Laukamp ist ein Ausnahmemusiker. Nicht zuletzt deshalb ist der 30-Jährige jetzt der neue Preisträger des Kulturförderpreises des Oberbergischen Kreises. Landrat Jochen Hagt überreichte den Preis in einer Feierstunde an den Klassik- und Folkmusiker aus Engelskirchen, im Anschluss gab der Musiker mit dem Hipsterbart gemeinsam mit seinem Musikerfreund Pierce Black ein kleines Konzert.

"Es ist meine erste offizielle Auszeichnung überhaupt und schon etwas Besonderes", sagte Laukamp. Bisher sei er nie dazu gekommen, sich einem Wettbewerb zu stellen. Seine Mutter habe ihm jedoch nahegelegt, sich für den Preis zu bewerben. "Jetzt freue ich mich über diesen Erfolg." Der Kulturförderpreis des Kreises wird seit 2001 in allen künstlerischen Bereichen verliehen und ist mit 2500 Euro dotiert. In diesem Jahr sollten speziell Nachwuchstalente gefördert werden.

Obwohl der 30-Jährige noch als Nachwuchstalent gilt, kann er eine stattliche Karriere vorweisen. Laukamp begann schon mit sieben Jahren, klassischen Violinenunterricht zu nehmen. Als Jugendlicher kam er mit verschiedenen Rock- und Jazzbands in Kontakt, die ihn so entscheidend prägten, dass er sich mit 18 Jahren der Folk-Metall-Band "Lyriel" anschloss, die bis heute durch Deutschland tourt.

Laukamp erweiterte sein Repertoire stetig, nahm Jazz- und Folk-Unterricht und beschloss schließlich, sein Können durch ein Studium im Hauptfach Jazz-Violine und Schulmusik an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln zu erweitern. Seitdem faszinierte den jungen Musiker die US-amerikanische Musikrichtung Bluegrass, die sich zur Countrymusik zählt. Von 2008 bis 2014 tourte er gemeinsam mit der Band "Covered Grass" durch Europa und die USA und verfeinerte seinen Stil zuletzt durch ein Studienjahr am Berklée Collage of Music in Boston.

Trotz seines internationalen Erfolgs ist der Engelskirchener noch stark mit seiner Heimat verbunden. So bietet er demnächst musikalische Workshops in Waldbröl an und plant ein Bluegrass-Musikfestival in seiner Heimatstadt Engelskirchen. Sein Auftritt mit der kölschen Band "Kasalla" in der ausverkauften Lanxess-Arena war ein persönlicher Höhepunkt seiner Karriere.

Doch trotz allem ist der Erfolg für Laukamp nicht das Wichtigste. "Mein größter Preis ist es, mit Musik mein Leben zu bestreiten", betont der 30-Jährige.

(jos)
 
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