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Hückeswagen
Kurze Pause beim Zustrom von Flüchtlingen

Hückeswagen. In den zurückliegenden Wochen hat es eine Pause gegeben beim starken Zustrom der Flüchtlinge. Knapp 300 Asylsuchende lebten Mitte Dezember in Hückeswagen, ebenso viele sind es aktuell. Neueste Zahlen nannte Michael Kirch als zuständiger Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung am Dienstag im Sozialausschuss.

Demnach betreut die Stadt derzeit 270 Frauen, Männer und Kinder nach den Vorgaben des Asylbewerberleistungsgesetzes. Hinzu kommen 20 Frauen und Männer, die mittlerweile in die Zuständigkeit des Jobcenters gewechselt sind. Das heißt: Sie dürfen arbeiten, wenn denn eine Arbeit für sie gefunden wird, weil sie in der Zwischenzeit die Anerkennung des Flüchtlingsstatus' haben. Spurlos verschwunden sind aus den örtlichen Flüchtlingsunterkünften mehrere alleinstehende Männer. Sie seien "untergetaucht", sagte Kirch.

Den zahlenmäßig größten Anteil unter den Geflüchteten stellen Menschen aus Syrien (101). Weniger als ein Dutzend Asylsuchende sind aus Nordafrika gekommen, unter ihnen drei Algerier und drei Marokkaner sowie zwei Ägypter. 37 Familien mit insgesamt 79 Kindern leben aktuell als Asylbewerber in Hückeswagen, 106 alleinstehende Männer wohnen in den Unterkünften der Stadt. In Scheideweg sind 37 von ihnen untergebracht, im Wohncontainer an der Ewald-Gnau-Straße sind es 20. Der neue Wohncontainer im Gewerbegebiet An der Schlossfabrik ist inzwischen hergerichtet und kann bezogen werden (die BM berichtete). Rund 20 bis 30 Asylsuchende werden dort leben. Mehr Raum ist im ehemaligen Bêché-Gebäude an der Peterstraße, das ebenfalls bald als Wohnraum genutzt werden kann.

Zudem ist die Stadt weiter auf der Suche nach Wohnungen vor allem für Flüchtlingsfamilien, denn das Ziel bleibt weiterhin die dezentrale Unterbringung der Asylsuchenden als bessere Alternative zu Massenunterkünften. Kirch nutzte den Ausschuss zu einem erneuten Appell an die Hückeswagener: "Bitte melden Sie uns privaten Wohnraum, den die Stadt für Flüchtlinge anmieten kann." Denn sicher ist: Neue Flüchtlinge werden nach der Pause kommen. Wie viele, weiß niemand.

(bn)
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