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Hückeswagen
Kurzfilm über den alltäglichen Streit im Schulbus

Hückeswagen. "BusGefahren" wird im vierten und fünften Schuljahr an allen Wipperfürther Schulen gezeigt. Von Lisa Höller

Mit einem ungewöhnlichen Filmprojekt will das Wipperfürther Kinder- und Jugendparlament ein Problem angehen, das viele Schüler - auch aus Hückeswagen - kennen: Im Kampf um den Sitzplatz im Bus wird geschubst, gedrängelt und gebrüllt. Nicht nur für die Kinder ist das anstrengend, auch die Busfahrer werden täglich auf eine Nervenprobe gestellt. "So wie es in den Bussen zugeht, haben wir oft Sorge, ob wir die Kinder überhaupt unbeschadet Zuhause abliefern können", sagt Rolf Peuster von der Oberbergischen Verkehrsgesellschaft (OVAG). Schließlich müssen sich die Busfahrer auf den Verkehr konzentrieren.

"Uns haben viele Schüler aus der Region auf die Bussituation aufmerksam gemacht, und auch ich selbst habe schon schlechte Erfahrungen gemacht", erzählt Nora Rheinberg (17) vom Kinder- und Jugendparlament der Hansestadt. Selin Kahr (17) erklärt, dass beide Parteien zu dem Problem beitragen. Der Busfahrer sei genervt von dem Gedrängel und Geschreie der Kinder und entgegne ihnen daraufhin auf eine oft unfreundliche Art. Die Schuld beim anderen zu suchen sei allerdings nicht die Lösung.

Um diese alltägliche Stresssituation für alle Beteiligten etwas weniger stressig zu machen, haben die Jugendlichen einen Film über die Bussituation gedreht. Er soll den Schülern deutlich machen, wie wichtig es ist, sich im Bus ruhig und freundlich zu verhalten. Dieser Film soll in Zukunft in allen Schulen Wipperfürths in den vierten und fünften Klassen gezeigt werden, da die Kinder in diesem Alter oft zum ersten Mal mit dem Busfahren in Berührung kommen. Somit werden ihn auch die Hückeswagener Schüler des EvB- und des St.-Angela-Gymnasiums sehen.

"BusGefahren" lautet der doppeldeutige Name des Kurzfilms, der von der Wipperfürther Medienproduktionsfirma "Cameo" unterstützt wurde. "Der Drehtag mit den rund 30 Kindern hat einwandfrei funktioniert", berichtet deren Geschäftsführer Ahjosh Elavumkal. Die Statisten und Komparsen sind Schüler der Antonius-Grundschule und des Engelbert-von-Berg-Gymnasiums.

Rund fünf Stunden haben die Dreharbeiten in Hämmern gedauert, für den die OVAG den Jugendlichen einen Bus zur Verfügung stellte. Kinder klopfen an die Scheiben, schreien und schubsen. Dem Busfahrer ist der Stress deutlich anzusehen. Einige Schüler und auch der Busfahrer teilen ihre Gedanken zu der Bussituation mit, und am Ende des Kurzfilms ist zu sehen, wie friedlich es doch eigentlich aussehen kann, wenn man einige Regeln einhält.

Quelle: RP
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