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Hückeswagen
Landwirte mit Maisernte zufrieden

Hückeswagen. Die Witterungsbedingungen waren für die Maisernte in diesem Jahr nicht gerade optimal: Kalte Nächte im Frühjahr und längere Hitzeperioden im Sommer wirkten sich zunächst negativ auf das Maiswachstum aus. Ein schwerer Hagelschlag Anfang Juli zerstörte vor allem im oberbergischen Süden viele Pflanzen, berichtet die Kreislandwirtschaftskammer. Doch dann kam der Regen zur rechten Zeit, zur Hauptwachstumszeit. Und der sorgte schließlich doch noch für eine gute Entwicklung der Pflanzen.

Dem Hückeswagener Ortslandwirt Dietmar Strack bereitete der Mais in diesem Jahr zunächst Probleme. In den ersten vier bis sechs Wochen sei er kaum gewachsen, sagt er auf Anfrage unserer Redaktion. "Dann aber ging es bergauf", berichtet Strack. So wuchs der Mais im Juli und August kräftig, und Strack muss im Vergleich zum Vorjahr keine Verluste verzeichnen. Seine 16 Hektar hat der Ortslandwirt bereits abgeerntet. Andere Felder in Hückeswagen werden in diesen Tagen noch abgefahren.

Im gesamten Oberbergischen Kreis wird auf einer Ackerfläche von 1500 Hektar Mais angebaut. Die Unwetter richteten in der Region nicht so gravierende Schäden an wie in anderen Teilen Deutschlands, teilt die Kreislandwirtschaftskammer mit. Nach der Ernte wird die Kulturpflanze zur Futterergänzung in der Rinderfütterung verwendet. Als sogenannte C4-Pflanze kann sie in optimaler Weise Kohlenstoffdioxid aufnehmen und somit effektiver als andere Pflanzen im Vorgang der Photosynthese Biomasse erzeugen. Helmut Dresbach, Vorsitzender der Kreisbauernschaft, teilt mit, dass der stärkereiche Silomais auch hervorragend zu der eiweißreichen Grassilage passt, für deren Herstellung die Landwirte das sonnige Herbstwetter derzeit ebenfalls nutzen.

(rbrt)
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