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Hückeswagen
Lediglich 55 Neuanmeldungen am EvB

Hückeswagen: Lediglich 55 Neuanmeldungen am EvB
Vor acht Jahren startete das neue fünfte Schuljahr am Wipperfürther EvB-Gymnasium noch mit fünf (!) Eingangsklassen, im kommenden Schuljahr werden es gerade einmal zwei sein.
Hückeswagen. Das Wipperfürther Engelbert-von-Berg-Gymnasium, traditionell Schule vieler Hückeswagener Gymnasiasten, wird im nächsten Schuljahr nur zwei Eingangsklassen bilden. Der Grund könnte die Skepsis über den geplanten Ganztag sein. Von Stefan Corssen

Im Sommer 2008 gab es fünf fünfte Klassen am Wipperfürther EvB-Gymnasium, im Sommer 2009 waren es immerhin noch vier. Fürs kommende Jahr wäre die Schulleitung wohl schon mit drei Eingangsklassen zufrieden gewesen, doch es werden nur zwei. Lediglich 55 Kinder wurden für die fünfte Jahrgangsstufe angemeldet, die dann erstmals im gebundenen Ganztag starten soll.

Am benachbarten St.-Angela-Gymnasium stellt sich die Situation völlig anders dar: Für das Schuljahr 2016/17 liegen 98 Anmeldungen für die Klasse fünf vor. Das bedeutet, dass die Schule auf dem Silberberg wieder vierzügig sein wird - in den vergangenen beiden Jahren gab es jeweils drei Eingangsklassen. Bei den kommenden Zehntklässlern ist das EvB dagegen auch im nächsten Schuljahr etwas beliebter: 30 Anmeldungen von Haupt- und Realschülern, die nach den Sommerferien auf das Gymnasium wechseln wollen, stehen 20 an St. Angela gegenüber.

Dem St.-Angela-Gymnasium liegen für das Schuljahr 2016/16 gleich 98 Anmeldungen für die Klasse fünf vor.

Werner Kronenberg, der Leiter des EvB-Gymnasiums, ist mit dem Ergebnis der Anmeldungen nicht zufrieden. "Wir hätten uns einen größeren Zulauf erwünscht, denn wir haben uns im Vorfeld mächtig ins Zeug gelegt." Bis vor wenigen Jahren lagen EvB und St. Angela bei den Neuanmeldungen immer gleichauf. Wie kommt es, dass das Erzbischöfliche Gymnasium mittlerweile fast doppelt so viele Neumeldungen wie das städtische Gymnasium hat?

Kronenberg glaubt, dass das Elternverhalten mehrere Ursachen hat. "Dem St.-Angela-Gymnasium muss man zu dem guten Ergebnis gratulieren", sagt er. Doch anders als früher nehme das katholische Gymnasium heute viel mehr Nicht-Katholiken auf. "Bei den Wipperfürther Eltern liegen beide Schulen gleichauf", sagt Kronenberg, doch im Umfeld sehe das anders aus. So stoße der gebundene Ganztag in Hückeswagen offenbar noch auf Vorbehalte. Auch bei den Eltern aus Lindlar und aus dem Raum Kürten - dort gibt es lediglich eine Gesamtschule - sei das kirchliche Gymnasium sehr beliebt.

Der EvB-Schulleiter hofft, dass die Entscheidung des Wipperfürther Stadtrats, am EvB-Gymnasium den gebundenen Ganztag einzuführen (siehe Info-Kasten), jetzt nicht wieder rückgängig gemacht wird. "Die Schule und der Schulträger stehen bei den Eltern im Wort", betont Kronenberg. Der Schulleiter möchte deshalb die Fraktionsvorsitzenden zu einem Gespräch einladen, um mit ihnen gemeinsam die Zahlen zu analysieren.

Ganz anders ist die Stimmung auf dem Silberberg. "Wir sind eigentlich mit drei Zügen zufrieden", sagt St.-Angela-Schulleiter Walter Krämer. Gleichzeitig freue man sich über das Vertrauen der Eltern. Wenn die Schule jetzt vier fünfte Klassen bilde, habe dass den Vorteil, dass die Klassen mit 24 bis 25 Schülern pro Klasse relativ klein ausfallen würden.

Quelle: RP
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