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Hückeswagen
Leichter Anstieg bei den Besuchern, aber das Bürgerbad bleibt defizitär

Hückeswagen. Die Suche nach einem Pächter für das Bürgerbad hat Betriebsleiter Jürgen Mark von der Stadtverwaltung ad acta gelegt. Da sich nach mehrmonatiger Suche kein Interessent finden ließ, der bereit war, das Lokal durchgehend zu betreiben, hatte die Stadt die Restauranträume für die dritte Kleiderkammer zur Verfügung gestellt. Diese hatte am vorigen Montag erstmalig geöffnet hatte (die BM berichtete) und soll vor allem von den hier lebenden Flüchtlinge in Anspruch genommen werden. Auch die darüber liegende Wohnung, die ein Pächter hätte mieten können, soll nun anderweitig genutzt werden, wie Mark am Dienstagabend in der Sitzung des Betriebsausschusses Freizeitbad erläuterte. Falls der Bedarf besteht, können in der Wohnung Flüchtlinge einquartiert werden; sie ist bereits entsprechend hergerichtet worden. Von Stephan Büllesbach

Die Politik empfahl dem Rat, der heute, ab 17 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses tagt, einstimmig den Beschluss des Wirtschaftsplans 2016. Der sieht Erträgen in Höhe von 1,43 Millionen Euro und einen Jahresüberschuss von etwas mehr als 530.000 Euro vor. "Gerettet" wird die Bilanz allerdings wieder durch den BEW-Anteil von 1,018 Millionen Euro sowie den Liquiditätszuschuss der Stadt in Höhe von 300.000 Euro - unterm Strich bleibt das Bürgerbad also defizitär.

Erfreut zeigten sich die Politiker über die Entscheidung der Interessengemeinschaft Frühschwimmer, zum Bau einer neuen Dampfgrotte 40.000 Euro beizusteuern (die BM berichtete gestern). Wenn der Rat heute den Haushalt für 2016 mehrheitlich beschließt - davon ist auszugehen - und die Kommunalaufsicht diesem dann zustimmt, könnte noch in diesem Jahr mit dem Umbau begonnen werden. Laut Mark gibt es bereits drei Angebote von Baufirmen sowie von Betrieben, die die Nebengewerke übernehmen wollen. "Wenn der Haushalt genehmigt wird, könnte es theoretisch sofort losgehen", sagte er. Der Betriebsleiter hofft, dass die neue Dampfgrotte sogar noch in 2016 in Betrieb genommen werden kann.

Mehr gezahlt werden muss für die Gebäudeversicherung. Sie musste sie zum 1. Januar europaweit neu ausgeschrieben werden, und der einzige Bewerber erhielt natürlich den Zuschlag. Doch statt rund 6900 Euro im Jahr sind nun 47 Prozent mehr zu bezahlen, also mehr als 10.000 Euro. Dazu kommen rund 2200 Euro für die Maschinenversicherungsprämie.

Immerhin registrierte die Geschäftsführung der Bürgerbad gGmbH für 2015 einen leichten Anstieg der Besucherzahlen: Insgesamt besuchten 92.592 Menschen im vorigen Jahr Bad und Sauna, darunter sind auch die Frühschwimmer, die Schulen und die Vereine. Das war eine Steigerung gegenüber 2014 um 435 Besucher. Mark: "Die Bürgerbad gGmbH peilt immer rund 100.000 Besucher an." Dass die Zahlen stabil gehalten werden können, bezeichnete er als Erfolg.

Quelle: RP
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