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Hückeswagen
Löwy-Rückzug bereitet dem SSV Probleme

Hückeswagen: Löwy-Rückzug bereitet dem SSV Probleme
Nach elf Jahren ist am 15. April für Jürgen Löwy Schluss als SSV-Vorsitzender. Der pensionierte Lehrer wird definitiv nicht noch einmal kandidieren. FOTO: NH (Archiv)
Hückeswagen. Wenn am 15. April der Vorstand des Stadtsportverbands (SSV) neu gewählt wird, wird es einige Änderungen geben. Auch wird Jürgen Löwy dann nicht mehr den Verband führen. Das Problem: Noch ist kein Nachfolger in Sicht. Von Stephan Büllesbach

Seiner Ankündigung vor drei Jahren lässt Jürgen Löwy nun endgültig Taten folgen. 2013 hatte er auf der Jahreshauptversammlung des SSV betont, nur noch zwei Jahre als dessen Vorsitzender fungieren zu wollen. "Ich hatte gehofft, dass sich in dieser Zeit jemand anderes findet", sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch die Hoffnung trog, also hängte der Hückeswagener ab 2015 noch ein Jahr dran. Allerdings nur unter der Prämisse, dass die Satzung überarbeitet wird und 2016 für ihn definitiv Schluss ist. Genau das kommt nun auf die Mitgliedsvereine zu: Auf der Jahreshauptversammlung am 15. April im Schießstand des Schützenvereins müssen sie einen Nachfolger des ehemaligen Hauptschullehrers, der im August 2014 in den Ruhestand gegangen war, finden.

Das scheint allerdings eine schwierige Angelegenheit zu sein. "Wir sind noch nicht fündig geworden", bedauert Löwy. Seine Hoffnung ruhte auf seinem Stellvertreter Andreas Gotter; der kann das Amt aufgrund beruflicher Veränderungen jedoch nicht übernehmen. Dass sich bislang noch niemand bereiterklärt hat, den Posten übernehmen zu wollen, findet der Amtsinhaber schade: "In den Mitgliedsvereinen sind rund 4300 Sportler organisiert, davon etwa 1800 bis 2000 Erwachsene. Darunter sollte sich doch jemand finden lassen."

Löwy, der den Verband 2005 von Gernot Göhlich übernommen hatte, hält den SSV für ein wichtiges Organ: "Wenn es ihn nicht mehr geben würde, ginge vieles verloren", glaubt er. Denn die Fragen wären, wie es mit dem Bürgerbad weitergehen würde, dessen Mitgesellschafter der SSV ist, wer die Verwaltung des Sportplatzes sowie die Vergabe der Hallen und die Koordinierung der Trainingstage übernimmt. Auch reicht der SSV die Zuschüsse an die Mitgliedsvereine weiter. Löwy: "Es hängt eine Menge an dem Dachverband. Er ist kein Selbstzweck, sondern das Bindeglied zwischen den Vereinen und der Stadtverwaltung."

Sollte sich niemand finden, der seinen Job übernimmt, könnte der restliche Vorstand die Geschäfte fürs Erste weiterführen. Auch könnte beim Amtsgericht der Antrag gestellt werden, dass ein Vorsitzender eingesetzt wird - das dürfte jedoch mit Kosten verbunden sein. Sollte die Vakanz einen längeren Zeitraum umfassen, wäre die Auflösung des Verbands die Ultima Ratio.

Der neue Vorstand wird auch ohne Löwys Entscheidung anders aussehen, denn er wird von elf auf fünf Personen verkleinert: Vorsitzender und Finanzverwalter, jeweils mit Stellvertreter, sowie Sportwart. "Wir haben die Satzung zeitgemäß gestaltet", sagt Löwy. Für die Veranstaltungen wie Talsperrenlauf, Spielfest und Behinderten-Weihnachtsfeier hofft er auf das Engagement seitens der Mitglieder; bislang hatte sich fast ausschließlich der Vorstand um deren Organisation gekümmert.

Wenn es gewünscht wird, würde Löwy auch zukünftig Aufgaben im SSV übernehmen. So könnte er sich vorstellen, ihn im Sport- und Freizeitbadausschuss sowie der Gesellschafterversammlung des Bürgerbads zu vertreten. Mit Blick auf die vorigen elf Jahre sagt er: "Der SSV ist nicht dazu da, um sich darzustellen, sondern um das Beste für die Sportler in der Stadt herauszuholen."

Quelle: RP
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