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Hückeswagen
Magischer Muskelkater im Kultur-Haus

Hückeswagen: Magischer Muskelkater im Kultur-Haus
Hückeswagen. Solo-Zauberulknudel Christopher Köhler sorgte mit seiner "Super Spitzen Knaller Show" für Begeisterung im Publikum. Kleine Peinlichkeiten und große magische Momente sind die typischen Charaktermerkmale der minimalistischen Show. Von Maren Panitz

Hysterische Lach-krämpfe mit Atemnot und Muskelkater in den Gesichtsmuskeln sind zwei der unabwendbaren Nebeneffekte, die das Publikum von Solo-Zauberulknudel Christopher Köhler bei dessen "Super Spitzen Knaller Show" im Kultur-Haus Zach ertragen mussten. Kleine Peinlichkeiten und große magische Momente sind die typischen Charaktermerkmale der minimalistischen Bühnenshow des Kölner Magie-Komödianten.

Für die Zuschauer der ersten Reihen war der Abend zusammen mit dem frechen Magier Christopher Köhler nicht immer ein Zuckerschlecken. "Meine Show lebt ja schließlich davon, mein Publikum auf der Bühne einzubinden. Manchmal muss ich dann eben auch spontan neu improvisieren. Aber das macht ja den Reiz aus", erklärte der Kölner Magie-Komödiant, der sich mit seinem familiären Mix aus kleiner Zauberkunst und großer Klappe vom frühkindlichen Zauberkasten, über Kölner Kleinkunstbühnen, bis hin zu Fernsehshows hochgearbeitet hat. Bei seinem Trick mit "Russischem Tacker-Roulette" musste sich Köhlers verunsicherte Publikumsassistentin den Vorwurf gefallen lassen: "Nun zick hier mal nicht so rum".

Der 16-jährige Magnus Stäbe ließ sich auf der Bühne dagegen kaum aus der Fassung bringen, als Christopher Köhler ihn bei einem Trick mit "Gedankenlesen" auf dessen Kosten und zur überschwänglichen Erheiterung des Publikums in den voll besetzten Stuhlreihen des Kultur-Hauses mit kleinen peinlichen Wortspielen in Verlegenheit brachte. Während sich Magnus heimlich das Wort "Essen" vorstellte, tauschte der Magier das Wort gegen den Begriff "Pupsen" und sorgte mit heiteren Assoziationen für ausgelassenes Gelächter. "Ich liebe diese Show", meinte der Jugendliche. "Dieser Mix aus Comedy und Magie ist einfach lustig". Der 18-jährige Tim Neumann unterstrich die Behauptung: "Erstens hat der Mann unglaublich viel Sex-Appeal, zweitens geht er authentisch und offen auf das Publikum zu - das macht sein Auftreten zu einem Highlight".

Für Christopher Köhler gibt es auf der Bühne eigentlich nur drei wichtige Formulierungen, mit denen er seine Zuschauer in dauerhafte Begeisterung versetzt. "Ich mache doch nur Spaß", von "Verlegenheit keine Spur" und "Selbst wenn ein Trick nicht klappt, erwarte ich, dass ihr für mich ausrastet".

Ein junges Paar wusste sich vor Verlegenheit kaum zu rühren, als der magische Witzbold Köhler einen spontanen Heiratsantrag ankündigte: "Wir haben besprochen, dass er seiner Partnerin hier und heute Abend auf der Bühne eine ganz spezielle Frage stellen wird". Dafür staunte das Paar nicht schlecht, als der darauf folgende Kartentrick auf unerklärliche Weise ein paar Spielkarten von Mann zu Frau wandern ließ.

Hochachtung verdiente sich die Kölner Ulknudel auch mit der Vorstellung eines Zauberwürfels. Er reichte diesen klassischen Geschicklichkeitswürfel der 1980er Jahre durch das Publikum, um die Seiten willkürlich zu verstellen. Köhler löste den Würfel innerhalb weniger Minuten mit verbundenen Augen. Das war eine beachtliche Leistung, denn schließlich verzweifelte eine ganze Generation in stundenlangen Geschicklichkeitsübungen an diesem legendären Zauberwürfel.

Für diejenigen Fans, die nach dem Ende der Show noch Kraft und Energie für weitere Lachsalven übrig hatten, bot der magische Komödiant Christopher Köhler seinen Fans eine DVD mit früheren Shows zum Verkauf an.

Er erklärte selbstbewusst: "Da ich Euch hier in Hückeswagen heute zum dritten Mal besuche, müsste die DVD bei Euch allen ja eigentlich fröhliche Erinnerungen wachrufen".

Quelle: RP
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