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Hückeswagen
Magurit zieht's von Lennep nach West 2

Hückeswagen: Magurit zieht's von Lennep nach West 2
Im Beisein von Bürgermeister Dietmar Persian (M.), Dieter Klewinghaus, Leiter des Regionalen Gebäudemanagements der Stadt (r.) und Peter Reintzsch von der Baufirma Knebes (2. v. r.) stellten die Geschäftsführer Andreas Hager (l.) und Dino Vieth die Pläne für den Neubau des Magurit-Werks an der Clarenbachstraße vor. Dieses Gelände in West 2 ist Teil der 45.000 Quadratmeter großen Fläche, die die Firma Klingelnberg an die Stadt zurückgegeben hatte. Davon sind lediglich 3000 Quadratmeter noch nicht vermarktet. FOTO: Stephan Singer
Hückeswagen. Das Lenneper Unternehmen Magurit beginnt in wenigen Wochen mit dem Bau seines neuen Produktionsstandorts an der Clarenbachstraße. Auf einem Gelände, das von Klingelnberg zurückgegeben wurde. Von Stephan Büllesbach

Für Andreas Hager schließt sich im Frühjahr nächsten Jahres der Kreis. Denn wenn die Magurit Gefrierschneider GmbH vom Lenneper Höhenweg ins Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg (West 2) umgezogen ist, wird der Geschäftsführer dort arbeiten, "wo ich früher als Kind Bob gefahren bin". Sein Elternhaus, erzählte er gestern im Pressegespräch, liege nur wenige Meter entfernt vom neuen Unternehmensgrundstück in Oberdorp.

Der Betrieb, der Messer und Maschinen herstellt, mit denen in erster Linie Gefriergut, aber auch Fleisch und Innereien für Tiernahrung zerkleinert werden kann, ist an seinem Stammsitz längst an seine Grenzen angelangt. Dort wird auf einer Fläche von 2800 Quadratmetern produziert - an der Clarenbachstraße hat die Geschäftsführung vor kurzem ein 11.500 Quadratmeter großes Grundstück erworben. In direkter Nachbarschaft zur Firma Clouth & Kochenrath und der Bandweberei Pfeiffer, die im November mit dem Bau ihres neuen Produktionsgebäudes begonnen hat. "4200 Quadratmeter davon sind Nutzfläche, und davon wiederum 3200 Quadratmeter Produktion", erläuterte Dino Vieth, der die Geschäfte zusammen mit Andreas Hager führt.

Gut zwei Jahre hatten die Geschäftsführer nach einem neuen Grundstück gesucht. Vorrangig in Remscheid, aber dort gab es kein adäquates Gelände. "Die Wirtschaftsförderung Remscheid war sehr engagiert, konnte uns aber letztlich nicht helfen", sagte Hager. Fündig wurden Vieth und er vor wenigen Monaten in Hückeswagen, danach ging alles sehr schnell.

"Wir freuen uns auf Sie", sagte Bürgermeister Dietmar Persian. "Das ist ein gutes Ergebnis für die Stadt, für das Unternehmen und für die Region." Sei es doch wichtig, dass ein solch gutes Unternehmen im Bergischen gehalten werden konnte.

An der Clarenbachstraße sieht die Geschäftsführung nun gute Erweiterungsmöglichkeiten. So ist bereits jetzt geplant, in absehbarer Zeit die Produktionsfläche um weitere 1400 Quadratmeter zu vergrößern. Das wirkt sich dann auch auf die Anzahl der Mitarbeiter aus: Momentan beschäftigt Magurit 54 Männer und Frauen, am neuen Standort in Hückeswagen "können wir locker 65 bis 70 beschäftigen", betonte Vieth. Und weitere könnten bei der Erweiterung hinzukommen.

Die Unterlagen für die Baugenehmigung sollen in Kürze bei der Kreisverwaltung eingereicht werden, vielleicht können dann schon im Mai die Bauarbeiten beginnen. "Ziel ist es, bis Ende des Jahres fertig zu sein", sagte Peter Reintzsch, Geschäftsführer der Knebes Bauunternehmung aus Remscheid.

Rund 90 Prozent der Magurit-Produkte werden exportiert, hauptsächlich in die EU, nach Nordamerika, Russland und Australien. Aber auch im Bergischen gibt es Kunden - wie den Kobeshofener Fleischmarkt und Steinhaus in Lennep.

Quelle: RP
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