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Hückeswagen
Malerin verbindet gekonnt Golf und Kunst

Hückeswagen. Bis 3. November stellt die Remscheider Künstlerin Gudrun Fürst im Golf-Clubhaus in Dreibäumen aus.

Die Remscheiderin Gudrun Fürst eröffnete gestern ihre Kunstausstellung im Clubhaus der Golfanlage Dreibäumen und gewährte Einblicke in ihre Malerei. "Wenn man nicht weiß, dass nur ich ausstelle, könnte man auch denken, dass heute drei Künstler ihre Bilder zeigen", gab sie ihre eigenen Eindrücke wieder. Sie male immer so, wie sie sich gerade fühlt, und da kämen dann unterschiedliche Stile heraus. Eines aber eint alle Bilder: Sie sind sehr bunt. Bis Dienstag, 3. November, ist die Ausstellung täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet.

Ein paar Motive erinnern an Karikaturen. Unter ihnen ist auch das Motiv, das die Brücke zwischen dem Ausstellungsort mit Blick auf die Fairways und den Bildern von Gudrun Fürst schlägt: Vögel auf einem Strommast beobachten gespannt, ob der kleine Golfball, der allein durch das untere Drittel des Bildes fliegt, auch wirklich das Loch trifft. "Wie tickt denn der Golfer?", hatte sich Walter Döllinger, Vorstandsmitglied des Golfclubs, im Vorfeld der Ausstellung gefragt. Den Golfsport und die Kunst zu verbinden, sei eigentlich eine unlösbare Aufgabe. Zum einen gebe es den Hardcore-Golfer, der beim Spiel nur Ball und Loch sieht, und dann gebe es den Genussgolfer, der sich zusätzlich an den gepflegten Fairways und am blauen Himmel erfreut. Sowohl Hardcore- als auch Genussgolfer werden sich in Gudrun Fürsts Golf-Bild wiederfinden.

Des Weiteren zeigt Fürst exakt gemalte Aquarelle, die die Besucher erstaunt mit den Worten "So genau kann doch niemand malen" kommentierten. "Da steckt enorme Fleißarbeit hinter. Da ziehe ich meinen Hut vor", sagte auch Christel Robker und deutete auf das Aquarell einer zerknitterten Zeitung, die einen kleinen Erdball umschließt.

Andere Aquarelle zeigen die verfremdeten Abbildungen von Sternzeichentieren. Obwohl die einzelnen Motive viele Kontraste aufweisen, wirken sie nicht anstrengend, sondern beruhigend. Auch nach langem Betrachten lassen sich auf diesen Bildern noch liebevolle Details entdecken.

Auf großen Leinwänden hingegen hat Gudrun Fürst die Ölfarbe grob mit Bauwerkzeugen verteilt. Den 30 Gästen, die gestern kurz vor Mittag zur Vernissage erschienen waren, erklärte sie, dass sie vor allem beim Malen dieser Bilder lernen musste, Geduld aufzubringen. "Wenn das Bild fertig ist, darf man auch nicht versuchen, es noch besser zu machen. So habe ich schon einige Bilder versaut", sagte sie.

(rbrt)
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