| 00.00 Uhr

Hückeswagen
Mehr Nähe durch das Vor-Ort-Büro

Hückeswagen: Mehr Nähe durch das Vor-Ort-Büro
Heidi Hübing (l.) und Simone Burghoff (r.) bilden das Team des Vorort-Büros der Evangelischen Kirchengemeinde im Gemeindezentrum Lindenberg. Christel Marquardt, frühere Mitarbeiterin des Gemeindeamts, hilft mitunter aus. FOTO: Moll
Hückeswagen. Aus dem Evangelischen Gemeindeamt wurde wegen der Verwaltungsstrukturreform des Kirchenkreises zu Jahresbeginn das Vor-Ort-Büro. Das ist seit Ende Mai am Lindenberg angesiedelt - mit Nachteilen, aber auch einigen Vorteilen. Von Stephan Büllesbach

Das große, mehrköpfig besetzte evangelische Gemeindeamt an der Kölner Straße schrumpfte Anfang Januar zu einem zweiköpfigen Vor-Ort-Büro. Das stieß und stößt nicht bei allen Gliedern der evangelischen Kirchengemeinde Hückeswagen unbedingt auf Gegenliebe. Noch heute sagt etwa Pfarrer Reimund Lenth, Vorsitzender des Presbyteriums: "Alle sind sich einig: Vorher war's besser." Aber an der Verwaltungsstrukturreform des Kirchenkreises Lennep, zu dem auch die hiesige Gemeinde gehört, führte kein Weg vorbei. Bis auf Simone Burghoff und Heidi Hübing haben die übrigen fünf Mitarbeiter des ehemaligen Gemeindeamts ihre Arbeitsplätze nun in Remscheid.

Für Lenth ist das ein Nachteil. Denn bei der deutlich besseren Personalausstattung bis Ende vorigen Jahres war es einfacher, das Gemeindeamt zu besetzen, wenn jemand mal nicht da war. Nun hat die Gemeinde die ehemalige Mitarbeiterin Christel Marquardt reaktivieren müssen, die im Krankheits- oder Urlaubsfall einspringt.

Zudem hat der Umzug des Vor-Ort-Büros am 27. Mai von der Kölner Straße 34, wo das Gemeindeamt viele Jahre war, ins Gemeindezentrum Lindenberg einen weiteren Nachteil mit sich gebracht: "Die Mitarbeiterinnen sind jetzt nicht mehr in unmittelbarer Nähe des Friedhofs und des Kolumbariums", stellt Lenth klar.

Wenn nun etwa Simone Burghoff Interessenten das Urnenfeld in der ehemaligen Johanniskirche an der Kölner Straße zeigen will, ist das Vor-Ort-Büro nicht besetzt und abgeschlossen. Denn die Mitarbeiterin arbeitet von montags bis mittwochs, und Heidi Hübing kommt von Mittwoch bis Freitag. Den Mittwoch arbeiten beide einiges auf und sprechen die Übergabe ab. Daher ist an diesem Tag das Vor-Ort-Büro auch nicht geöffnet.

Doch der Umzug ins Untergeschoss des Gemeindezentrums Lindenberg hat auch mehrere nicht zu unterschätzende Vorteile. Da ist zum einen die Parkplatzsituation, die sich deutlich verbessert hat, Können die Besucher doch direkt vor dem Büro parken - an der Kölner Straße waren Parkplätze knapp und zum Teil weit weg. Auch bestand die Gefahr, dass man sich ein Knöllchen einhandelte. Zudem hat Simone Burghoff die Erfahrung gemacht, dass mehr Gemeindeglieder das Büro aufsuchen: "Wenn hier Veranstaltungen sind, kommen viele auch mal eben kurz zu uns herein", sagt sie. Dann könnten sie sich einen Weg sparen. Auch habe sich ihr Kontakt zu den Gruppen im Gemeindezentrum intensiviert. Simone Burghoff. "Ich bin zufrieden mit den Gegebenheiten."

Und dann ist da auch noch die Immobilie Kölner Straße 34: Die hat die Gemeinde laut Reimund Lenth jetzt an einen Hückeswagener Arzt verkauft. Das bedeutet zum einen, dass nichts mehr für dessen Unterhaltung ausgegeben werden muss, zum anderen kommt der Verkaufserlös der Gemeindekasse zugute. So stehen in den kommenden Jahren größere Ausgaben an - etwa für die Erneuerung des Hauptdachs der Pauluskirche und die Renovierung von Wohnhäusern am Albert-Schweitzer-Weg.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Hückeswagen: Mehr Nähe durch das Vor-Ort-Büro


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.