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Hückeswagen
Mit besten Abinoten ins Studium starten

Hückeswagen: Mit besten Abinoten ins Studium starten
Der Hückeswagener Sebastian Solibida (l.) vom THG und der Rader Felix Buscher vom Berufskolleg Hückeswagen bestanden ihr Abitur mit Bestnoten. FOTO: Privat
Hückeswagen. Sebastian Solibida hat sein Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,1 bestanden, Felix Buscher schaffte es mit 1,2. Die beiden Absolventen wollen jetzt studieren. Den einen zieht es nach Aachen, der andere möchte nach Bochum. Von Klas Libuda

Gemeinsam haben Sebastian Solibida und Felix Buscher zweierlei: Beide sind zuletzt nicht in ihrer Heimatstadt zur Schule gegangen. Und beide habe gerade ihr Abitur gemacht. Mit ziemlichem Erfolg. 1,1 - das ist der Notendurchschnitt vom Hückeswagener Sebastian Solibida, der jetzt am Rader Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) sein Abi machte. 1,2 - das schaffte Abiturient Felix Buscher aus Rade am Berufskolleg Hückeswagen.

Dass er mit Zahlen ganz besonders gut umgehen kann, wusste Sebastian Solibida schon als Kind. "Aber anfangs war es eher eine nützliche Eigenschaft als eine Leidenschaft", erzählt er. Erst später entwickelte sich aus der Fähigkeit ein Interesse. "Dank Informatik begann ich mich für Naturwissenschaften zu begeistern und gewann Freude an Mathematik." In der Oberstufe habe er dann in den naturwissenschaftlichen Fächer stets die besten Noten gehabt, erzählt der 17-Jährige. Nun machte Solibida am THG seinen sehr guten Abschluss. Leistungskurs: Mathe. Und Geschichte. "Das hat auch Spaß gemacht", versichert der 17-Jährige.

Der Hückeswagener Sebastian Solibida (l.) vom THG und der Rader Felix Buscher vom Berufskolleg Hückeswagen bestanden ihr Abitur mit Bestnoten. FOTO: Privat

Gemeinsam mit Solibida machte übrigens nur noch eine weitere Hückeswagenerin, nämlich Adina Grebe, ihr Abitur am Rader THG. In der fünften Klasse sei das schon "schade" gewesen, niemanden aus Hückeswagen in der Schulklasse zu haben, erinnert sich Sebastian Solibida. Heute aber spricht er von "grandiosen Klassen", ganz besonders gern erinnere er sich an die Abschlussfahrt an den Gardasee.

Was Solibida betont: Trotz Abitur mit 1,1 sei er kein "Überflieger" gewesen. "Okay, außer in Mathe", räumt er ein. Auf die mündliche Deutsch-Prüfung aber hätte er zum Beispiel gut und gerne verzichten können. Seine Strategie: Zuweilen vor den Prüfungen auf bestimmte Themenschwerpunkte spekulieren. "Neben dem Lernen braucht man halt auch immer etwas Glück", sagt er. Allerdings habe er sich auch stets bemüht, nicht erst kurz vor den Klausuren zu pauken.

Nach seinem schulischen Ausflug nach Rade zieht es Sebastian Solibida nun übrigens weiter. Er hat sich an der Technischen Hochschule in Aachen fürs Physik-Studium beworben. Eine Wohnung hat er in Aachen auch schon gefunden. Die Schlüsselübergabe war diese Woche.

Felix Buscher wird wohl an der Uni in Bochum landen. Der Radevormwalder hat gerade am Berufskolleg in Hückeswagen sein Abitur mit 1,2 bestanden. So gut wie er war dort niemand. Eigentlich hatte Buscher nach seinem Realschulabschluss geplant, ans Gymnasiums zu wechseln, dann sei er aber auf den technischen Zweig des Berufskollegs aufmerksam geworden. Er bewarb sich, wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen und bekam den Platz. "Die Entscheidung, ans Berufskolleg zu gehen, war genau richtig", sagt er heute.

Drei Jahre ließ er sich zum Industriemechaniker ausbilden, schulisch in Hückeswagen, betrieblich bei Kuhn Edelstahl in Radevormwald. Das Technische und Handwerkliche habe ihn stets interessiert. Sein Opa habe früher einen Gartenlandschaftsbaubetrieb geführt, erzählt er, "da habe ich schon gerne geholfen, wenn es Probleme mit den Maschinen gab."

Sein Faible hat er zum Beruf gemacht, im vergangenen Jahr beendete er seine Ausbildung mit Bestnote. Der heute 20-Jährige hängte fürs Vollabi noch ein Jahr dran. "Das Jahr ist richtig schnell umgegangen", sagt er. Denn nebenbei hat Buscher weiter im Betrieb gearbeitet, zugleich erhöhte sich das Pensum an der Schule. Das sei zuweilen "ein bisschen stressig" geworden, erzählt er. Mathe und Technik seien ihm die liebsten Fächer gewesen, Englisch hingegen war nicht ganz sein Fall. "Schreiben ging", sagt er. Aber die Aussprache war manchmal eine Herausforderung.

Zum kommenden Wintersemester möchte Felix Buscher ein Maschinenbau-Studium aufnehmen, am liebsten an der Universität in Bochum. Er wartet zurzeit auf die Zusage. Die allerdings sollte bei seinem Abi-Schnitt nur noch Formsache sein.

Quelle: RP
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