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Hückeswagen
Musikschul-Leiter produziert zweite CD

Hückeswagen: Musikschul-Leiter produziert zweite CD
Pianist Eckhard Richelshagen mit seiner CD. FOTO: Weitzdörfer
Hückeswagen. Musikschul-Leiter Eckhard Richelshagen hat jetzt mit "Living Gallery" seine zweite Piano-Solo-CD veröffentlicht. Am übernächsten Sonntag präsentiert sie der Wipperfürther Pianist in einem Konzert im Heimatmuseum. Von Wolfgang Weitzdörfer

Eckhard Richelshagen arbeitet nicht nur in seiner Funktion als Leiter der Hückeswagener Musikschule und Lehrkraft mit Leib und Seele für die Musik, er ist auch selbst künstlerisch tätig - entweder auf Konzerten oder mit CD-Produktionen. Seine erste Platte hat Richelshagen 2012 veröffentlicht, ab sofort ist die zweite im Handel erhältlich.

"Als Künstler und Musiker drängt es einen ja ab und zu mal dazu, ein Statement abzugeben", sagt Richelshagen. Über die vergangenen Jahre hinweg hätten sich zwölf Stücke für Solo-Piano angesammelt, elf davon aus eigener Feder: "Und jetzt war es eben so weit, dieses Statement zu veröffentlichen", ergänzt Richelshagen. Das Album "Living Gallery" ist beim Gummersbacher Label Shaa Music erschienen und neben den üblichen digitalen und physischen Kanälen auch in der Bergischen Buchhandlung zu bekommen.

Wenn man die CD einlegt, bekommt man zwölf Stücke, nur auf dem Piano gespielt, in einer guten Dreiviertelstunde präsentiert. Die Lieder pendeln zwischen ruhig-reflexiven, beinahe meditativen und an Minimal-Music erinnernden Klängen - wie die Einleitung "Prologue" oder das hypnotische "Maybe Some Clouds" - und eher flotteren, vom Jazz inspirierten Nummern wie "Blue Oyster", "Room Alive" oder dem Titelstück.

Bei allen ist auch ein gewisser klassischer Einschlag zu hören. Sie erinnern mal an die Musik Keith Jarretts, dann wieder an den Minimal-Music-Künstler Steve Reich. Dazu kommt noch ein gerütteltes Maß an Improvisation - schließlich steht nicht umsonst "Piano Improvisations" im Cover. "Meine Lieder entstehen meist durch Eindrücke auf Reisen, etwa das Titelstück, das in Cornwall entstanden ist, oder durch Museumsbesuche. Manchmal aber auch einfach daheim am Klavier", sagt Richelshagen. Dann sei da eine kleine Idee, die er erst in epischer Breite auswalze, um sie dann immer weiter zu komprimieren, bis das Stück irgendwann fertig sei.

Eine Fremdkomposition - "An Dro du Pay vannetais" von Didier Squiban - befindet sich auch auf "Living Gallery". Und auch diese ist von der Natur beeinflusst, in diesem Falle der Bretagne, der Heimat des Komponisten. Das Lied ist Richelshagen von einem Schüler empfohlen worden. Aufgenommen hat er das Album in Wuppertal, bei Piano Faust: "Bei solchen Aufnahmen kommt der Flügel eher selten ins Studio, meist ist es umgekehrt", sagt Richelshagen schmunzelnd. Zusammen mit Toningenieur Christoph Sapp hatte er sich dort für ein Wochenende eingeschlossen: "Man hat uns da einen wirklich wundervollen Flügel zur Verfügung gestellt, das war schon sehr schön", sagt der Musikschul-Leiter.

Mit dem Album wird er nun auch einige Konzerte geben - darunter auch in Hückeswagen, wenngleich nicht, wie zu erwarten, in der Reihe "Teachers Best" im Haus Zach: "Das geht leider nicht, weil es dort ja keinen Flügel gibt", bedauert Richelshagen. Auch wenn eine Studio-Aufnahme ein ziemlich aufwendiger Prozess sei, hoffe er zudem, dass es bis zur nächsten CD nicht wieder fünf Jahre dauern werde: "Ich habe schon viele Ideen - nur fehlt mir einfach die Zeit", sagt der Musikschul-Leiter.

Das Konzert zu "Living Gallery" in Hückeswagen findet am Sonntag, 19. November, um 18 Uhr im Heimatmuseum statt (s. Info-Kasten).

Quelle: RP
 
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