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Hückeswagen
Neue Kita-Gruppe wird vor allem im Wald unterwegs sein

Hückeswagen: Neue Kita-Gruppe wird vor allem im Wald unterwegs sein
Für die Kinder eines Waldkindergartens ist die Natur der Spielplatz. Dieses pädagogische Konzept wird im Sommer auch in der Schloss-Stadt eingeführt. FOTO: Matzerath (Archiv)
Hückeswagen. Aktuell gibt es in Hückeswagen knapp 400 Plätze in den acht Kindergärten der Stadt. Ab Sommer wird eine neue Kita-Gruppe mit 20 Kindern hinzukommen, die organisatorisch an den Kindergarten im Johannesstift angebunden sein wird.

Tatsächlich werden die 20 Kinder aber nur selten in den Räumen der Einrichtung anzutreffen sein, die im Übrigen auf "Zuwachs" auch nicht ausgelegt sind. Die neue Gruppe wird nämlich ein sogenannter Waldkindergarten sein. Das pädagogische Konzept dafür sieht so aus, dass die betreuten Jungen und Mädchen mitsamt ihren Erzieherinnen überwiegend draußen unterwegs sind. Zu allen Jahreszeiten und bei (fast) jedem Wetter.

Neue Kita-Plätze werden in Hückeswagen dringend benötigt, derzeit werden in den vorhandenen Gruppen 13 Kinder mehr betreut als eigentlich vorgesehen ist. Eine Warteliste gibt es auch. Hinzu kommt der neue Bedarf bei den Flüchtlingen: 35 Kinder aus Asylbewerber-Familien, die noch im Kindergarten-Alter sind, leben in Hückeswagen, weitere werden in den nächsten Monaten hinzukommen. Allerdings hätten die Eltern von 18 der 35 Kinder kein Interesse daran, ihre Töchter und Söhne in eine Kita zu geben, berichtete Michael Kirch von der Stadtverwaltung jetzt im Schulausschuss.

Durch die neue Waldkindergarten-Gruppe entspanne sich die Situation ab dem Sommer etwas, lautet Kirchs Fazit. Kita-Plätze bleiben aber weiterhin knapp. "Wir sind sehr eng an unserem Deckungsgrad", sagte Kirch.

(bn)
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