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Hückeswagen
Neue Schulstandorte zeitgemäß ausbauen

Hückeswagen: Neue Schulstandorte zeitgemäß ausbauen
Mittel- und langfristig wird das Gebäude der Realschule an der Kölner Straße (hier eine Luftbildaufnahme vom März 2013) von der Löwengrundschule genutzt. Die Realschüler ziehen unters Dach der Hauptschule. FOTO: stadt hückeswagen
Hückeswagen. Die Diskussion um neue Schulformen ist beendet. Jetzt geht es um die Schul-Standorte der Zukunft. Dazu hat der Rat am Donnerstag einen Grundsatz-Beschluss gefasst. Real- und Hauptschulgebäude sind demnach die Standorte der Zukunft. Von Brigitte Neuschäfer

Das Thema Sekundarschule ist für Hückeswagen durch: Sie scheiterte am Elternwillen. Also werden Haupt- und Realschule fortgeführt, eine Alternative gibt es nicht. Die Frage ist nur, wo künftig unterrichtet wird. Diese Grundsatz-Entscheidung zu den Schul-Standorten traf am Donnerstagabend der Stadtrat. Mit großer Mehrheit und nur gegen die Stimmen der FDP entschied er sich für die Variante 4 (die BM berichtete gestern). Heißt konkret: Die Realschule zieht um ins Hauptschulgebäude an der Weststraße. Räumlich vereint, konzeptionell und pädagogisch aber eigenständig, werden dort in einigen Jahren Haupt- und Realschule untergebracht sein.

Die Löwen-Grundschule zieht dann komplett ins heutige Realschulgebäude um. Damit wird der Grundschulverbund an einem Standort vereint. Die Grundschulgebäude an der unteren Kölner Straße wird die Stadt verkaufen oder selbst anderweitig nutzen.

Der Grundsatzbeschluss war nötig, weil die Stadt Klarheit haben muss, in welche Schul-Standorte sie bei insgesamt rückläufigen Schülerzahlen noch investiert. Es geht um Millionen, die gebraucht werden, um die verbleibenden Schul-Standorte für die neuen Bedürfnisse auszubauen.

Die große politische Mehrheit entschied sich für das Realschulgebäude und das der Hauptschule als Standorte der Zukunft, weil sie schon heute räumlich am besten ausgestattet sind. Das unterstrichen im Rat sowohl CDU-Fraktionschef Christian Schütte als auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Grasemann. Übereinstimmende Meinung: Es mache keinen Sinn, in die ältesten Schulgebäude der Stadt zu investieren. Auch für die UWG ist die räumliche Zusammenführung von Haupt- und Realschule angesichts der Schülerzahlen "folgerichtig", sagte Michael Wolter. Ebenso sehen es die FaB und die Grünen. Wobei für die Grünen unverständlich ist, warum die Realschul-Eltern für die auch von der Verwaltung favorisierte Variante 5 plädieren und das im Vorfeld der Ratssitzung auf dem Schlossplatz demonstrierten. Denn: Die nun von der Ratsmehrheit abgelehnte Variante 5 sieht ebenfalls den Umzug der Realschule ins Hauptschulgebäude vor und in der Folge den Abriss des heutigen Realschulgebäudes. Für die Löwen-Grundschule hätte demnach der Standort an der unteren Kölner Straße ausgebaut werden müssen. Diese Variante ist nun vom Tisch. Ebenso wie der Antrag der FDP. Sie hatte gefordert, zunächst nur über den Grundschul-Standort zu entscheiden und erst später über den für Real- und Hauptschule. Für die Sekundarstufe bestehe aktuell kein Entscheidungs- und Handlungsbedarf. Da nach Willen der Mehrheit das Realschulgebäude künftig für die Löwen-Grundschule benötigt wird, ist das faktisch falsch.

Quelle: RP
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