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Hückeswagen
Neuer RSV-Vorsitzender hat Mandat, mit FC 04 über Fusion zu sprechen

Hückeswagen. Michael Steffens wurde am Freitag zum Nachfolger von Frank Höbler als Raspo-Chef gewählt. Nun hofft er auf eine Fusion der beiden Fußballklubs. Von Jonathan Lessing

Auf einmal ging alles ganz schnell beim Thema "Fusion" der beiden Hückeswagener Fußballvereine RSV 09 und FC 04: Bei ihrer Jahreshauptversammlung im Kolpinghaus erteilten die Mitglieder des Raspo dem neugewählten Vorstand das Mandat zu konkreten Fusionsverhandlungen mit dem Verein, der sich 2004 vom Traditionsklub abgespalten hatte.

Das wird eine Aufgabe sein, der sich der neu gewählte Vorsitzende stellen muss. Michael Steffens, bislang Geschäftsführer, übernimmt die vakanten Amtsgeschäfte. Im August war der Vorsitzende Frank Höbler überraschend zurückgetreten, im Oktober war er nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Michael Falk, der den Verein in den vergangenen Monaten kommissarisch geführt hatte, bleibt weiterhin zweiter Vorsitzender. Als neuer Geschäftsführer verantwortet Reiner Rey von nun an das Tagesgeschäft.

"Im November hat es bereits Gespräche mit dem FC Hückeswagen 04 gegeben", erklärte Steffens als frisch gewählter Vorsitzender. Er selbst hoffe auf den Zusammenschluss, bekannte er und ersuchte die Mitglieder um Zustimmung zu konkreten Verhandlungen. Diese wurde einstimmig erteilt. "Es ist das einzig Vernünftige, was wir machen können", bekräftigte Sascha Bieg, Jugendleiter des RSV. So könnten die Vereine zusammen wieder alle Jugendmannschaften besetzen. Klaus-Dieter Bieg interpretierte die Ausgangslage noch eindeutiger: "Zwei Fußballvereine können in Hückeswagen nicht überleben; das hat sich gezeigt." Unter anderem aufgrund der personellen Situation insbesondere auf Seiten des FC 04 spreche er "ganz bewusst von einer Übernahme" des FC durch den RSV. Käme es zu einer Einigung zwischen den Vereinen, würde eine außerordentliche Hauptversammlung endgültig entscheiden.

Sportlich liegt der Raspo mit seiner Herrenmannschaft aktuell über den eigenen Erwartungen: Mit dem achten Platz in der Kreisliga A findet sich der Raspo im Tabellen-Mittelfeld wieder - nach einem deutlich schlechteren Ergebnis in der vorigen Spielzeit. Grund hierfür seien auch gute neue Spielerzugänge, erläuterte Christian Konsen, Spieler der Raspo-Herren. Steffens sieht den RSV damit sportlich auf gutem Kurs, möchte ihn jedoch in seiner Amtszeit als Vorsitzender im oberen Tabellendrittel ansiedeln. "Von Aufstieg spreche ich ganz bewusst nicht", sagte er. Das sei aktuell kein Ziel und auch finanziell zurzeit nicht darstellbar.

Neben dem sportlichen Ziel möchte der 42-jährige Hückeswagener dem Verein, in dem er seit 33 Jahren Mitglied ist, auch mit neuem Wind weiterhelfen: Insbesondere mehr Sponsorenakquise und ein besseres Verbinden von Herrenmannschaft und Jugend definierte er als Ziele seiner Amtszeit. Er habe bereits Ideen für diverse größere Projekte und Veranstaltungen, mit denen er frischen Wind in den Verein bringen möchte.

Quelle: RP
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