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Hückeswagen
Neugier auf gesperrten Radweg

Hückeswagen: Neugier auf gesperrten Radweg
Impressionen vom neuen Radweg: Herrlich ist der Ausblick vom Bereich Karquelle aus auf die Wupper-Vorsperre und die Innenstadt (oben rechts). Noch nicht ganz fertig ist der Anschlussbereich in Pixwaag (oben links). Der Höhsieper Tunnel (unten links) ist zum Schutz der Fledermäuse im Winterquartier geschlossen. Im Bereich Karquelle führt der Weg über ein altes Viadukt (unten Mitte). Recht steil ist der Abschnitt nahe der B 237 bei Dörpe (unten rechts). FOTO: Karsten
Hückeswagen. Der Radweg zwischen Hückeswagen und Bergisch Born ist noch nicht freigegeben. Er lockt dennoch schon viele Interessierte an. Sie machen sich ein eigenes Bild von der Strecke – und vom Fledermaus-Tunnel in Höhsiepen. Von Heike Karsten

Der Radweg von der Innenstadt in Richtung Bergisch Born ist zwar noch gar nicht eröffnet. Aber die Neugier – und wohl auch die Vorfreude – auf das weitere Teilstück des neuen Freizeitweges auf der alten Bahntrasse sind so groß, dass bereits seit Wochen reger Betrieb auf der Strecke herrscht, jedenfalls bei trockenem Wetter.

Der Weg ist ja auch bereits komplett asphaltiert, die weißen Seitenlinien sind gezogen. Auch die Zufahrten vom Bergischen Kreisel aus, in Pixwaag (gegenüber der Einfahrt zu den Umkleideräumen am Sportplatz), am Viadukt im Waldgebiet der Karquelle sowie in Busenbach sind angelegt, jedoch mit roten Absperr-Elementen "dicht" gemacht.

"Ausgaben haben sich rentiert"

"Nur mal gucken, wie's aussieht", sagen viele, die einen Spaziergang oder eine Fahrradtour über das noch nicht eröffnete neue Teilstück machen. Auch Frank Felder war kürzlich zum ersten Mal mit dem Rad auf der neuen Strecke unterwegs. Seine Fahrt begann schon an den Ohler Wiesen in Wipperfürth. "Die Ausgaben haben sich rentiert, es ist eine schöne Strecke", zog der Wipperfürther unterwegs für sich Bilanz.

Vom Bergischen Kreisel aus führt der Weg durch Waldgebiet. Parallel zum Wanderweg entlang der Wupper bietet sich ein wunderschöner Ausblick über die Vorsperre in Richtung Innenstadt. Dort befindet sich auch das steilste Stück der Strecke, das noch mit einem Geländer gesichert werden muss. Kinder und Freizeitsportler sind auf eigene Gefahr unterwegs, solange der neue Weg nicht offiziell eröffnet und freigegeben ist.

Am Höhsieper Tunnel endet derzeit erst einmal die Radtour. Die Einfahrt Richtung Bergisch Born wurde mit Holzlatten vernagelt. Ein paar fehlende Bretter und zerbrochene Latten lassen vermuten, dass hier mutwillig ein Durchgang frei gebrochen wurde. Da ist die Neugier wohl mit einigen durchgegangen. Vielleicht wollten sie auch die Fledermäuse in ihrem Winterquartier sehen. Genau ihretwegen ist der Tunnel aber derzeit gesperrt, niemand darf die Tiere in der Winterruhe stören.

Den Aufwand zum Schutz der Fledermäuse im Höhsieper Tunnel halten viele für übertrieben. "Wenn die Tiere sich gestört fühlen, dann suchen sie sich einen neuen Unterschlupf. Früher ist ja auch der Zug durch den Tunnel gefahren", lautet der Kommentar eines Passanten.

Sportliche Herausforderung

Bis zum Ortsteil Busenbach weist der Radweg eine leichte aber stetige Steigung auf. Erst kurz vor der Straßenüberquerung in Dörpe stellt ein zehnprozentiges Gefälle mit anschließender Steigung die erste sportliche Herausforderung für Radfahrer dar.

Quelle: RP
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