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Bernd Stelter
"Nicht heiraten, wenn man verliebt ist"

Bernd Stelter: "Nicht heiraten, wenn man verliebt ist"
Kabarettist Bernd Stelter gastiert am 7. Juni mit seinem Programm "Wer heiratet, teilt sich die Sorgen, die er vorher nicht hatte" im Forum - sechs Tage nach seiner Silberhochzeit. Der Vorverkauf läuft bereits. FOTO: Manfred Esser
Hückeswagen. Anfang Juni ist der aus dem Fernsehen ("Das NRW-Duell") und dem rheinischen Karneval bekannte Kabarettist Bernd Stelter mit seinem neuen Programm zu Gast im Forum und berichtet übers Eheleben. Nicht nur darüber sprach er mit der BM. Von Markus Plüm

HÜCKESWAGEN "Wer heiratet, teilt sich die Sorgen, die er vorher nicht hatte" - so lautet das neue Programm, mit dem Bernd Stelter jetzt wieder auf Tour geht. Am 7. Juni wird er auch im Forum der Montanusschule zu Gast sein. Die BM hat sich mit ihm über sein eigenes Eheleben, den Unterschied zwischen Karneval und Kabarett sowie über seine Erfahrungen mit der Schloss-Stadt unterhalten.

Herr Stelter, Sie stehen kurz vor ihrer Silberhochzeit. Freuen Sie sich darauf?

Stelter Ja, absolut. Am 1. Juni ist es soweit. Jetzt haben wir auch ein besonderes Datum: den 1.6.16. Heute ist es in Mode, an besonders eingängigen Daten zu heiraten. Da haben es meine Frau und ich zwar nicht drauf angelegt, aber jetzt ist es so.

Was machen Sie in Ihrer Ehe besser als andere?

Stelter Man macht nicht automatisch Dinge besser als andere. Ich denke, eine funktionierende Ehe läuft wie zwei Zahnräder. Wo der eine eine Vertiefung hat, muss der andere einen Zacken haben. Meine Frau zum Beispiel ist froh, dass sie ihre Ruhe hat, wenn ich auf Tournee bin - und ich freue mich, wenn ich wieder raus kann.

Welche Sorgen mussten Sie sich vor Ihrer Ehe nicht teilen?

Stelter Als meine Frau und ich geheiratet haben, haben wir beispielsweise noch nicht zusammengewohnt. Das ist heute eigentlich umkehrt der Fall. Letztendlich mussten wir uns die Sorge teilen, dem anderen gerecht werden zu können.

Ist das Teilen von Sorgen sogar eines der Geheimnisse für eine glückliche Ehe?

Stelter Es ist wichtig, aber nicht das ultimative Kriterium. Ich sage, dass man zum Beispiel nicht heiraten darf, wenn man verliebt ist. Da fahren die Hormone noch Karussell. Wenn es ruhiger wird, lernt man den anderen erst so richtig kennen. Aber grundsätzlich ist das Teilen von Sorgen eine Möglichkeit, dem Partner nahe und zur Seite zu stehen.

Auf was dürfen sich die Zuschauer in Ihrem Programm noch freuen?

Stelter Alles rund ums Thema "Heiraten" wird dabei sein. Ich werde nicht nur aus meinem eigenen Eheleben erzählen, sondern zum Beispiel auch die Rolle eines Standesbeamten einnehmen und die Perspektive wechseln. Außerdem wird es viel Musik geben, da kann man in drei Minuten eine ganze Geschichte erzählen. So ein Programm muss spannend bleiben.

Die Karnevalssession ist kaum vorbei, da gehen Sie schon wieder auf Tour. Brauchen Sie keine Pause?

Stelter Ich hatte zwei Wochen Urlaub, das muss reichen.

Was ist der Unterschied zwischen Karneval und Kabarett?

Stelter Im Karneval haust du einen Gag nach dem anderen raus. Da kommen die Leute, um kurzfristig unterhalten werden zu wollen. Das funktioniert im Kabarett nicht. Da muss es auch Gänsehaut-Momente geben. Rudi Carrell hat einmal zu mir gesagt: Wenn Du die Leute toben sehen willst, bring sie zum Lachen und zum Weinen.

Im Karneval haben Sie einmal gesagt, dass Ihnen die kleineren Veranstaltungen lieber sind, weil die Leute da noch vernünftig zuhören. Gilt das auch für Ihre Tour?

Stelter Absolut. Ich spiele lieber in kleineren Sälen, weil ich da auf der Bühne merke, wo der Letzte in der hintersten Reihe sitzt. Da kann man eine ganz andere Beziehung zum Publikum aufbauen.

Der Auftritt am 7. Juni wird nicht Ihr erster in Hückeswagen sein. Erinnern Sie sich noch an die Stadt?

Stelter Ja, mit Hückeswagen verbinde ich "schwarz-weiß". Wegen der vielen Schiefer- und Fachwerkhäuser. Ich war ja schon zwei- oder dreimal hier, und ich freue mich, wieder ins Bergische zu kommen.

Werden Sie sich vor Ihrem Auftritt die Stadt noch anschauen?

Stelter Das würde sich bestimmt lohnen, aber das hängt von meinem Zeitplan ab. Meistens reisen wir gegen Nachmittag an, absolvieren noch eine kurze Probe und gehen dann gemeinsam eine Kleinigkeit essen. Wenn dazwischen noch Zeit ist, schaue ich mich bestimmt noch ein wenig um.

Quelle: RP
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