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Hückeswagen
OGB hat Geschäftsführer gekündigt

Hückeswagen. Es hat nicht funktioniert: Gut zwei Monate nach seiner Rückkehr zur Oberbergischen Gesellschaft zur Hilfe für psychisch Behinderte (OGB), die in Hückeswagen das Demenz-Wohnheim "Wohnwerk" und die Wohnstätte "Lindenhof" für Alkohol- und Medikamentenabhängige unterhält, ist Geschäftsführer Klaus Jöllenbeck fristlos entlassen worden. Während die OGB von einem vergifteten Betriebsklima und mangelnder Einsicht Jöllenbecks spricht, hält dieser die Gründe der Kündigung für "an den Haaren herbeigezogen".

Der OGB-Chef war im Juni 2015 nach Vorwürfen wegen seiner Mitarbeiterführung von seinen Aufgaben freigestellt worden (die BM berichtete). Unter anderem war ihm vorgeworfen worden, Mitarbeiter gemobbt zu haben. Als bei den anschließenden Untersuchungen nichts juristisch Verwertbares herauskam, hob die OGB-Mitgliederversammlung die Freistellung im September wieder auf. Jöllenbeck kehrte im Dezember auf seinen Posten zurück, die Verantwortung für das Personal der OGB und der beiden Unternehmen RAPS und WRS wurde ihm allerdings entzogen.

Jetzt also der endgültige Schnitt. Die Zusammenarbeit mit Jöllenbeck sei nicht mehr möglich gewesen, sagt der stellvertretende OGB-Vorsitzende Wolfgang Brodesser. "Im Sinne unserer Mitarbeiter und der uns anvertrauten Menschen haben wir dann die fristlose Kündigung ausgesprochen."

Dass in der Folge eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Jöllenbecks Geschäftsführertätigkeit überprüfte, kommentierte dieser so: "Es war offensichtlich, dass man nach einem Grund suchte, mir fristlos zu kündigen." Sein Vertrag laufe bis 2020. Er fordert von der OGB eine faire, seine Lebensleistung anerkennende Lösung und nicht den "würdelosen Versuch, mich in dem nun folgenden Rechtsverfahren weichzukochen".

(kn)
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