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Hückeswagen
OVAG-Anteile - Stadt will mehr Einfluss und hofft auf Einsparungen

Hückeswagen. Dass die Stadt rund 100.000 Euro ausgibt, um von Wipperfürth deren Anteile an der Oberbergischen Verkehrsgesellschaft mbH (OVAG), zu übernehmen (die BM berichtete), stößt auf Irritationen. Ein Hückeswagener fragte am "Heißen Draht" unserer Redaktion, warum die Stadt in Zeiten des Haushaltssicherungskonzepts so viel Geld ausgeben müsse.

Stadtkämmerin Isabel Bever nahm dazu auf Anfrage Stellung und erläutert zunächst das, was sie auch schon in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses gesagt hatte. So will die Stadt ein Mitspracherecht beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die OVAG habe ein hohes Defizit im Millionenbereich. "Das müssen wir letztlich über die Kreisumlage mitfinanzieren", stellt sie klar. Mit dem Ankauf der Anteile aber habe die Stadt auch das Mitbestimmungsrecht, was sie derzeit nicht habe. Sie könne bislang also keinen Einfluss auf die Geschicke der Verkehrsgesellschaft nehmen.

Der oberbergische Nordkreis schneide beim ÖPNV schlecht ab. Auch das will Bürgermeister Dietmar Persian, der für die Stadt Stimmrecht bei der OVAG hätte, ändern. "Das ist auch mit Blick auf die Stadtentwicklung ein wichtiger Punkt", betont Bever. Auch wenn die Stadt nun Geld ausgeben würde für den Ankauf der Anteile, so hätten die Bürger doch längerfristig einen fiskalischen Vorteil. Denn könnte die Stadt einen Einfluss darauf nehmen, dass das Defizit der OVAG geringer wird, würde die Kreisumlage sinken. Bever: "Wir bekommen so Steuerungsmöglichkeiten, die sich auf unseren Haushalt positiv auswirken können." So erhofft sie sich von einer OVAG-Beteiligung vor allem Kostenersparnisse.

(büba)
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