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Hückeswagen
Persian will bei Magna für eine gute Lösung werben

Hückeswagen. Die Sorgenfalten auf der Stirn von Bürgermeister Dietmar Persian sind nicht kleiner geworden. Nach der Betriebsversammlung bei Hückeswagens zweitgrößtem Arbeitgeber Magna Powertrain am Mittwoch spricht er von einer "äußerst schwierigen Situation". Die mehr als 260 Mitarbeiter und 50 Entwickler des Unternehmens im Gewerbegebiet Winterhagen-Scheideweg bangen um ihre Arbeitsstellen, weil seit April die Zukunft des Unternehmens am Standort ungewiss ist. Damals sollte ein Zukunftskonzept für den Standort erarbeitet werden, eine erste Analyse zur wirtschaftlichen Lange ist abgeschlossen, aber die Mitarbeiter erfahren nichts. Die Unruhe wächst, die Stimmung ist schlecht. Von Joachim Rüttgen

"Ich stehe sowohl mit den Arbeitnehmern als auch der Arbeitgeberseite in Kontakt, denn der Hückeswagener Standort soll eine gute Zukunft haben", sagt Persian. Wichtig sei es, die Unruhe nicht noch weiter zu verstärken. Entscheidend sei es, die Interessen von Management und Belegschaft in Einklang zu bringen. Die Sorgen der Mitarbeiter seien nachvollziehbar, dass aber offen über den Standort spekuliert wird, hält Persian für nicht gut. Er werde auch weiter beim Management für eine gute Lösung werben.

Die Stadt könne dabei aber keinerlei Verpflichtungen übernehmen. "Die öffentliche Hand sollte sich bei derlei Verhandlungen raushalten", sagt Persian. Dennoch habe er große Sorgen, könne zu dem schwebenden Verfahren aber inhaltlich keine Aussagen tätigen. "Ich hoffe auf einen konstruktiven Weg, damit der Standort eine gute Zukunft hat", sagt Persian. Er ist überzeugt davon, dass Magna alle Voraussetzungen in der Schloss-Stadt vorfindet: engagierte Mitarbeiter und einen modernen Standort mit modernen Betriebsgebäuden. "Es könnte weitergehen, zumal es sogar Potenzial für eine Erweiterung gibt", sagt er. Er glaube auch nicht, dass es am Standort liege, sondern an der generellen Entwicklung in der Automobilindustrie.

Magna Powertrain will sich zum aktuellen Stand der Gespräche nicht äußern. Sprecher Volker Klenk sagte gestern auf Anfrage der BM: "Wir können bestätigen, dass die Mitarbeiter im Rahmen der turnusmäßigen Mitarbeiterversammlung wie angekündigt über den aktuellen Stand der Entwicklung der Geschäftslage informiert wurden. Dabei wurde auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes angesprochen. Inhalte dieser Gespräche sind vertraulich und werden daher nicht kommentiert."

Quelle: RP
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