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Hückeswagen
Peter Biesenbach - "der direkte Draht ins Kabinett"

Hückeswagen. Der Bullenverein von Holte hat die Politiker im Stadtrat in früheren Jahren des Öfteren Nerven gekostet. Nur Peter Biesenbach nicht. Altbürgermeister Manfred Vesper (CDU) erinnert sich rückblickend mit einem Schmunzeln an die Haushaltsdebatten im Stadtrat, als der junge CDU-Ratsherr jedes Mal einen Zuschuss für die Landwirte einforderte.

"Das war ja auch sein Wahlbezirk", sagt Vesper, der sich freut, dass erstmals ein Hückeswagener Minister geworden ist.

Diese Freude ist auch bei weiteren Hückeswagenern spürbar. Wie bei Dieter Sappelt , der seit gut 40 Jahren mit Biesenbach befreundet ist und der mit ihm eine Zeit lang Partner in der Rechtsanwaltskanzlei Haberstroh war. "Das ist großartig", sagt er. Biesenbach sei ein fachlich guter Mann - "weil er nicht nur politisch, sondern auch juristisch denkt".

Vielleicht steht demnächst ein Kunstwerk des Voßhagener Künstler Bernhard Guski in Biesenbachs Ministerbüro, hat er doch schon einige seiner Kunstwerke. "Das wäre natürlich schön", sagt Guski, der sich freut, dass ein alteingesessener Hückeswagener auf diesen Posten gerückt ist: "Er ist fachlich dazu in der Lage", ist sich Guski sicher.

Christian Schütte, Fraktionschef der CDU im Stadtrat, hält Biesenbach für einen profunden Kenner der Justiz in NRW. Er habe immer wieder die Finger in die Wunden gelegt und Missstände angeprangert. "Jetzt muss er es aber hinbekommen, dass in diesen Bereichen Ruhe einkehrt", betont er. Da komme viel Arbeit auf ihn zu. Schütte geht davon aus, dass sich Biesenbach auch und gerade als Kabinettsmitglied weiterhin für Hückeswagen und den Oberbergischen Kreis einsetzen wird.

Das hofft auch Bürgermeister Dietmar Persian. "Ich freue mich, dass jemand aus Hückeswagen Minister geworden ist", sagt er. Er habe den neuen Justizminister umgehend per SMS alles Gute gewünscht. "Als Minister hat Peter Biesenbach natürlich eine besonders große Herausforderung zu bewältigen", sagt Persian. Er glaubt aber, dass er Hückeswagener und oberbergische Themen im Kabinett ansprechen werde: "Das kann nur gut für uns sein."

Obwohl politisch ein Gegner, freut sich Hans-Jürgen Grasemann dennoch über die Berufung des Hückeswageners ins Kabinett: "Ich finde das toll", versichert der SPD-Fraktionschef im Stadtrat. Peter Biesenbach sei der richtige Mann für diesen Posten. Und für Hückeswagen sei diese Entwicklung bestimmt nicht schlecht.

Einen Glückwunsch gibt's vom FDP-Fraktionschef Jörg von Polheim: "Das ist die Krönung der politischen Laufbahn", sagt er. Ein direkter Draht ins Kabinett können Hückeswagen zwar nicht schaden; das helfe schon. "Ob es aber wirklich Auswirkungen hat, muss man abwarten", sagt von Polheim.

(büba)
 
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